Niederlande: Polizei entdeckt Folterkammer in Container

Niederlande: Polizei entdeckt Folterkammer in Container

  • Polizei in den Niederlanden findet Folterkammer
  • Sechs weitere Container als Zellen umgebaut
  • Sechs Verdächtige festgenommen

Die niederländische Polizei hat eine Folterkammer in einem Container entdeckt. Sechs weitere Container wurden demnach als Gefängnisse hergerichtet. Unter Verdacht steht eine Drogenbande, wie die Polizei am Dienstag (07.07.2020) mitteilte. Es gab sechs Festnahmen.

Folterkammer mit Zangen und Skalpellen

Die Sieben Frachter-Container wurden laut der Behörden in einem Lagerhaus im Ort Wouwse Plantage in der südlichen Provinz Brabant umgebaut. In der Folterkammer habe es einen Zahnarztstuhl, Zangen, Skalpelle und Handschellen gegeben.

In den anderen Containern sollten Menschen offenbar gefesselt werden. Benutzt wurden die insgesamt sieben Container aber noch nicht.

Polizisten stehen vor drei Seecontainern.

Drei der entdeckten Container in einer Lagerhalle in den Niederlanden.

Hauptverdächtiger aus Den Haag

Der Hauptverdächtige ist ein 40-jähriger Mann aus Den Haag. Er gehöre einer der führenden Drogenbanden des Landes an, berichten niederländische Medien am Mittwoch (08.07.2020). Er war im April wegen des Verdachts auf Drogenhandel und der Vorbereitung einer Tötung ins Visier der Ermittler geraten.

Bei den Ermittlungen wurden die Container entdeckt. Nach Ansicht der Ermittler sollen auch die möglichen Opfer der Bande der Unterwelt angehören.

Schlag gegen Drogenhändler

Bereits in der vergangenen Woche hatte die niederländische Polizei von einem Schlag gegen Drogenhändler berichtet. Mehr als 100 Verdächtige seien festgenommen worden, weil die Ermittler Handydaten hacken konnten.

Zudem wurden bei der Razzia mehr als acht Tonnen Kokain und 1.200 Kilogramm Crystal Meth sichergestellt. Es seien 19 Drogenlabore ausgehoben und Dutzende Waffen beschlagnahmt worden.

Stand: 08.07.2020, 15:59

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