"Falsche" Bergleute im Landtag waren Familienmitglieder

"Falsche" Bergleute im Landtag waren Familienmitglieder

  • Erklärung von Bergleuten nach Eklat im Landtag
  • "Falsche Bergleute" waren Familienmitglieder
  • Bergbaukonzern hatte Vorwürfe erhoben

Nach dem Eklat um lautstark protestierende Bergleute im Landtag und dem Vorwurf des Konzerns RAG, dass unter den Männern auch "falsche" Bergleute gewesen seien, klärt sich die Situation womöglich auf: Nach Angaben des Bergmanns Thomas Hoffmann, der bei der Aktion dabei war, handelte es sich bei "einigen wenigen" Teilnehmern in Bergbau-Kleidung um Familienmitglieder. "Unter anderem Söhne von Betroffenen", sagte Hoffmann am Montag (15.07.2019).

Bergleute entschuldigen sich

Hoffmann und seine Kollegen hatten sich in einem Offenen Brief am Sonntag bei Landtagspräsident André Kuper für die Eskalation am Donnerstag (11.07.2019) im Plenum entschuldigt. In dem Brief sprechen die Verfasser - zu denen Hoffmann nach eigenen Angaben gehörte - von einem "emotionalen, ungebührlichen Verhalten".

Und weiter: "Weder die Tragweite, noch die Bedeutung unseres Verhalten war uns bewusst." Der Landtag bestätigte den Eingang des Briefes am Montag.

Der Protest der Bergleute hatte am Wochenende erneut Wellen geschlagen. Laut Bergbaukonzern RAG waren unter den rund 100 Männern auf der Besuchertribüne mehrere "falsche" Bergleute. Auf Videoaufnahmen habe man mit dem Betriebsrat mehrere fremde Gesichter identifiziert.

Unterschriftenliste als Beweis

Bergmann Thomas Hoffmann erklärte am Montag, dass sich einzelne Familienmitglieder aus Solidarität in entsprechender Kleidung den Betroffenen angeschlossen hätten. Dem Landtagspräsidenten habe man als Beweis noch eine Unterschriftenliste aller Betroffenen geschickt.

Stand: 15.07.2019, 18:10

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