Zugausfälle bei Eurobahn wegen Sicherheitsprüfung

Ein Zug der Eurobahn hält am Bahnsteig im Bahnhof Münster

Zugausfälle bei Eurobahn wegen Sicherheitsprüfung

  • Ausfälle auf mehreren Strecken
  • Brandgefahr vermutet
  • Streichungen bis Sonntag

Kunden der Eurobahn müssen in den kommenden Tagen erneut mit Problemen rechnen. Das private Bahnunternehmen hat nach Angaben vom Dienstag (29.01.2019) 11 Züge in die Werkstätten in Hamm-Heessen und Münster zurückgerufen.

Fünf davon sind erst seit Dezember auf der Strecke. Sie werden einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Reisende müssen sich auf Zugausfälle oder verkürzte Bahnen einstellen. Vor allem auf der RB 50 von Dortmund über Lünen nach Münster, auf einer Strecke in Ostwestfalen (RB 61) und zwei Linien im Münsterland (RB 65, 66) fallen schon seit Dienstagabend Fahrten weg.

Untersuchung wegen Brandgefahr

Bei einer Reparatur waren an zwei Fahrzeugen Defekte an einem Kabel aufgefallen. Dadurch könnte ein Schmorbrand entstehen. Zusammen mit dem Hersteller sollen die Fahrzeuge möglichst bis Sonntag (03.02.2019) repariert werden.

Der NWL als Auftraggeber hatte kritisiert, andere Bahnunternehmen, die den gleichen Zugtyp einsetzen, hätten nicht sofort alle Bahnen in die Werkstatt geholt. Die Eurobahn verteidigt ihre Entscheidung: Die Sicherheit der Fahrgäste habe absolute Priorität.

Ersatzverkehr teilweise noch unklar

Nach Angaben der Eurobahn ist noch unklar, wie viele Fahrten insgesamt ausfallen werden. Zwischen Dortmund und Münster setzt das Unternehmen bereits Busse ein, weil die kleineren Ersatz-Züge überlastet sind. Auch in Richtung Niederlande ersetzen überwiegend Busse die Züge. Das betrifft speziell Fahrten zwischen Hengelo und Bad Bentheim.

Und zwischen Münster und Rheine, sowie zwischen Münster und Osnabrück wird es die Fahrgäste nun eng in den wenigen Abteilen. Die Eurobahn will per Hotline und auf ihrer Website über Ausfälle informieren.

Stand: 30.01.2019, 09:12

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