Omikron-Variante auch in Krefeld nachgewiesen - Quarantäne und weitere Verdachtsfälle

Labormitarbeiter in Schutzausrüstung streift Wattestäbchen in Teströhrchen ab

Omikron-Variante auch in Krefeld nachgewiesen - Quarantäne und weitere Verdachtsfälle

In Krefeld sind zwei Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Unterdessen sind weiterhin ein Düsseldorfer sowie weitere sechs Kontaktpersonen in Quarantäne.

Die Stadt Krefeld hat am Freitag bekannt gegeben, dass es zwei bestätigte Fälle der Omikron-Variante gibt. Außerdem kommen zusätzlich zehn weitere Verdachtsfälle hinzu. Die Sequenzierung der Test im Labor laufe, sagte Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen.

Sie gehe davon aus, dass aber auch die zehn Verdachtsfälle auf die neue Mutation zurückzuführen seien, da es sich nicht um die Delta-Variante handele. Alle zwölf Personen befänden sich in häuslicher Quarantäne und haben somit aktuell keine schweren Symptome. Ob es sich bei den Infizierten um Reiserückkehrer aus Südafrika handelt, sei noch nicht klar.

Düsseldorf wartet auf Laborauswertung

In Düsseldorf gibt es zwei weitere unbestätigte Verdachtsfälle auf die neue Omikron-Variante. Das sagte der Düsseldorfer Stadtdirektor Burkhard Hintzsche am Mittwochnachmittag dem WDR.

Es handele sich dabei ebenfalls um Reiserückkehrer aus Südafrika. Einer der beiden Fälle gilt als "hochgradig verdächtig". Frühestens Freitagabend soll das endgültige Ergebnis einer zusätzlich veranlassten Sequenzierung vorliegen.

Erstmaliger Nachweis der Corona-Virusvariante in Düsseldorf

Am Dienstag war die Omikron-Variante erstmalig in NRW nachgewiesen worden. Der Infizierte war nach Angaben der Landeshauptstadt am 21. November aus Südafrika zurückgekehrt. Er hatte sich erst vier Tage später testen lassen, weil Symptome auftraten. An diesem Tag war abends bekannt geworden, dass im Süden Afrikas die neue Virusvariante B.1.1.529 grassiert.

Die städtische Testeinrichtung hatte am darauffolgenden Tag, am vergangenen Freitag (26.11.2021), das positive Test-Ergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet. Bei dem PCR-Test wurden auch Virusvarianten abgeklärt. Dabei fiel auf, dass die Infektion nicht auf die dominierende Delta-Variante zurückgeht.

Ergebnis erst neun Tage nach der Einreise

Deshalb wurde am Samstag ein weiterer Test durchgeführt und direkt in die Virologie der Universitätskliniken gebracht. Die Sequenzierung dort war aufgrund der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich. Am Montag wurde schließlich noch ein Test durchgeführt, mit dem die Virusvariante Omikron nachgewiesen werden konnte - also neun Tage nach der Einreise.

In Südafrika hatte der Düsseldorfer Kontakt zu einer Person, bei der inzwischen ebenfalls die Omikron-Variante festgestellt wurde.

Kontakte fünf Tage nach Einreise ermittelt

Nachdem das positive Ergebnis festgestellt wurde, hat das Gesundheitsamt ermittelt, zu welchen Menschen der Infizierte in den fünf Tagen nach der Einreise Kontakt hatte. Dabei handelt es sich insgesamt um sechs Personen, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Die sechs identifizierten Kontaktpersonen sind alle geimpft und befinden sich derzeit in Quarantäne. Sie haben momentan keine Symptome, werden aber nach Angaben der Stadt "engmaschig" getestet.

Quarantäne auch für geimpfte Kontaktpersonen

Einreisende aus Südafrika, Botswana, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia und Simbabwe müssen für 14 Tage in Quarantäne, auch wenn sie geimpft sind oder als genesen gelten.

"Auf Weisung des Landesgesundheitsministeriums sollen vorsichtshalber nun auch geimpfte Kontaktpersonen abgesondert werden", teilte die Stadt mit. Die Quarantäne kann also jeden treffen.

In der Mitteilung heißt es weiter, die Stadt Düsseldorf haben "mit einer Pressemeldung" alle seit dem 16. November Eingereisten aus diesen Ländern gebeten, sich umgehend per E-Mail an gesundheitsschutz@duesseldorf.de zu melden und Kontakte nach Möglichkeit zu meiden.

Stand: 03.12.2021, 12:45

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