Pfiffe für Laschet bei Maikundgebung

Armin Laschet diskutiert mit Teilnehmern am «Tag der Arbeit» bei einer traditionellen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Pfiffe für Laschet bei Maikundgebung

  • Zahlreiche Kundgebungen zum Tag der Arbeit in NRW
  • Im Zentrum für die Gewerkschaften: die Europawahl
  • Ministerpräsident Laschet in Bielefeld ausgepfiffen

Auf der zentralen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Armin Laschet zu mehr Unterstützung für die europäische Einigung aufgerufen. "Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass die europäische Einheit kein Selbstläufer ist", sagte der CDU-Politiker nach Angaben der Staatskanzlei am Mittwoch (01.05.2019) in Bielefeld.

Die Bürger sollten "wachsam sein und aufpassen, dass die Europafeinde nicht die Oberhand gewinnen". Der Ministerpräsident wurde während seiner Rede von Buh-Rufen, Pfiffen und "Hau ab"-Rufen unterbrochen und machte dafür Anhänger der Linken und der Fridays-for-Future-Bewegung verantwortlich.

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"Eigentlicher Gegner sind die Rechtspopulisten"

Armin Laschet spricht am «Tag der Arbeit» bei einer traditionellen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Armin Laschet bei Maikundgebung in Bielefeld

"Ich verstehe, dass man damit Parteipolitik machen kann", sagte Laschet und erwiderte: "Der eigentliche Gegner in diesen Tagen sind Rechtspopulisten, die Europa zerstören wollen. Und da solltet ihr euch mal engagieren - gegen Rechte, gegen Nationalisten und nicht hier unter Demokraten eine solche Form hier aufführen."

Die Kundgebungen zum Tag der Arbeit werben in diesem Jahr für die Europäische Union unter dem Motto "Europa. Jetzt aber richtig!". Nach DGB-Angaben sind insgesamt 71.000 Teilnehmer zu den landesweit mehr als 70 Veranstaltungen gekommen.

DGB-Chefin gegen Lohndumping

Die nordrhein-westfälische DGB-Chefin Anja Weber forderte in ihrer Rede von der Landesregierung, auf faire Löhne zu achten. "Es kann doch nicht sein, dass mit unseren Steuergeldern die Unternehmen Aufträge bekommen, die über Lohndumping die billigsten sind", sagte sie. Tarifverträge dürften kein Nachteil sein.

Prominente Redner in NRW

Andrea Nahles spricht während der 1. Mai-Kundgebung zu Beginn der Ruhrfestspiele zu den Teilnehmern

SPD-Chefin Andrea Nahles in Recklinghausen

Zum Tag der Arbeit plante der DGB insgesamt 72 Veranstaltungen in NRW. In Recklinghausen trat SPD-Chefin Andrea Nahles auf und sprach sich für Mindestlöhne in ganz Europa aus. Dabei gehe es nicht um eine einheitliche Höhe in ganz Europa, sondern um Mindestlöhne in den einzelnen Ländern, "von denen die Menschen auch leben können".

Stand: 01.05.2019, 14:31

Kommentare zum Thema

29 Kommentare

  • 29 Emscherhusar 02.05.2019, 14:14 Uhr

    MP Laschet sollte sich vom rechten oder linken Mob nicht anmachen lassen. Echte Gewerkschafter verhalten sich sachlich. Standhalten wie sein IM Reul den wir hier im Ruhrgebiet sehr schätzen.

    Antworten (1)
    • Borussen Fan 02.05.2019, 21:03 Uhr

      Ich schätze Reul ebenfalls weil er der erste Innenminister in NRW ist, der gegenüber Verbrecherclans vorgeht und klare Kante zeigt. Das diese ihn hassen ist klar. Aber auch Teile der rotgrün nahestehende Presse mögen Reul nicht. Für sie ist er wohl zu erfolgreich und bei vielen Bürgern im Ruhrgebiet inzwischen zu sehr geschätzt.

  • 28 Betrogener Michel 02.05.2019, 10:39 Uhr

    Die SPD/ Grüne Regierung hat 2004 die sozialpolitische Ungerechtigkeit beschlossen, dass Betriebsrenten doppelt für die Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einzahlen müssen. Der DGB hat dagegen kaum was unternommen. Seitdem sind für mich ROT/GRÜN als auch die Gewerkschaften außen vor. Nun macht uns ein Herr Heil mit seiner Grundrente ein "Heilsversprechen" auch für diejenigen, deren Bedürftigkeit nicht gegeben ist. So etwas nennt man Verschwendung auf Lasten von uns Steuerzahlern.

    Antworten (2)
    • Maikäfer 02.05.2019, 10:51 Uhr

      Ich glaube auch, dass dieser Vorgang der SPD die meisten Stimmen bisher gekostet hat und kosten wird, denn jeder bis jetzt noch überzeugte SPD Wähler im Arbeitnehmeralter wird mit Renteneintritt schmerzhaft auf seinen Fehler hingewiesen. Das sind viele tausend Euro in GKV Beiträgen auf Betriebs-und Direktrenten, und so viel , dass ein Umdenken schwupps sofort stattfindet. Was mich aber wundert, die Grünen waren an diesem Gesetz beteiligt und werden geschont!

    • Oskar 2 02.05.2019, 11:52 Uhr

      Ja, statt neue "Heilsversprechen" sollten erst einmal die 2004 von SPD Genossen und Grünen beschlossenen Ungerechtigkeiten rückgängig gemacht werden. Das Gleiche sollte auch für den Solidaritätszuschlag gelten, zumindest für Kleinverdiener.

  • 27 Maikäfer 02.05.2019, 10:38 Uhr

    Die Gewerkschaften können in der Breite nichts mehr bewirken, hier spielen prekäre Beschäftigung die Hauptrolle. "Warum die Berliner kaum mehr verdienen als vor 20 Jahren" titelt eine Berliner Zeitung am 24.04. Und bezieht sich auf Druckpunkt Dienstleistungsgewerbe im Lohngefüge. Heils Initiative in Logistik kommt sehr sehr spät. Eigentlich sind Parteien gefragt, mit Mindestlohn, der sich deutlichst von Hartz4 absetzt, als bei 15 Euro liegen müsste? Alternativ könnte man Lohnnebenkosten drastisch reduzieren, indem eine staatliche Krankenversicherung wie in Kanada eingerichtet wird. Gewerkschaften können nur noch im Sektor ÖD reüssieren da sie hier ein Potential haben, welches schon Monopol genannt werden kann. Zu Herrn Laschet kann man nur anmerken,; " Wer Kinder ermächtigt, wird schnell entmachtet" Statt Absenkung des Wahlalters und Ausdehnung auf bisher bewusst nicht ermächtigte Gruppen, sollte man Wahlalter und Wahl im demokratischem Sinne vor Grünen Hirnegespinsten schützen.

  • 26 Beobachter Alex 02.05.2019, 08:58 Uhr

    Den Gewerkschaften laufen die Mitglieder in Scharen davon. Heute kommen zur 1. Maifeier nur noch - nach Gewerkschaftsangaben - 380 000 Mitglieder. Vor Jahren gingen allein in Berlin mehr zur Demo als heute im ganzen Land, und das nur weil es Musik, Bier, Würstchen etc. gibt. An Laschets Stelle würde ich bei der "Freundlichkeit" demnächst auf einen Besuch bei den Brüller und Pfeifern verzichten.

  • 25 Jorge65 02.05.2019, 08:57 Uhr

    Oh, wie schlimm: Pfiffe und Buhrufe. Gott sei Dank hat der Ministerpräsident ein dickes Fell und dies unbeschadet überstanden. Die Menschen sind aber auch undankbar. Der Armin tut alles für sie, und sie buhen ihn dafür auch noch aus. Was waren das doch für tolle Zeiten, als bei derartigen Veranstaltungen die Menschen stramm gestanden und den Mächtigen zugejubelt haben.

  • 24 Ellie 02.05.2019, 07:47 Uhr

    Was andere versaut haben muss er jetzt alles wieder gut machen soviel Respektlosigkeit hat niemand verdient die heute an der Regierung sitzen können auch nicht zaubern .Die Jugend von heute weiß gar nicht wie gut das sie es haben und das ist das traurige

  • 23 Norbert Sinofzik 02.05.2019, 06:55 Uhr

    Ich weiß gar nicht, was Laschet will? Die CDU ist doch eine rechte Partei. Also haben die Protestler*innen doch gegen einen Rechten (der auch gerne populär wäre) gepfiffen .... ;-)

    Antworten (1)
    • Bernd A. 02.05.2019, 10:42 Uhr

      rechts ist für Arbeiter inzwischen immer noch besser als links.

  • 22 Anonym 02.05.2019, 00:01 Uhr

    Das staatliche Versagen der CDU hat doch schon seit 2015 angefangen mit der Flüchtlingskrise die uns die CDU eingebrockt hat ! Der größte Mist der verbockt wurde ! Es wird Zeit der CDU die Rote Karte zu zeigen ! Schluß mit der Einwanderungspolitik !!!

    Antworten (1)
    • Kathi 02.05.2019, 16:26 Uhr

      Versagen klingt so.... -man wollte alles dagegen tun -die Zustände eindämmen. ....Das Gegenteil ist der Fall. Man wollte und förderte die Zuwanderung, mit allen Mitteln.

  • 21 Bart Simpsen 01.05.2019, 23:19 Uhr

    So lange nur Symbolpolitik betrieben wird, dürfen wir uns nicht wundern, dass das politische Versagen immer öfter zu Tage tritt, als uns es lieb ist. Nein - die Politik ist dazu gewählt worden etwas für die Menschen in diesem Land zu tun. Nicht mehr und auch nicht weniger. Basta! Bei der illegalen Aktion war auch die obdachlose Kölnerin Ursula Brehm (73), die schon im März ein Haus in Dellbrück besetzt hatte. Sie ist seit über einem Jahr auf Wohnungssuche. Warum sie keine Bleibe findet? „Wegen mangelnder finanzieller Mittel“, sagt sie. Sie sei lange selbstständig gewesen, habe eine kleine Rente, die aufgestockt wird. Ihre alte Wohnung an der Delfter Straße in Riehl habe sie durch eine Zwangsräumung verloren.

  • 20 Heinzb aus nrw 01.05.2019, 23:19 Uhr

    Tja, das deutsche Volk scheint klüger zu werden und da brauchen keine Paladine wie der Postchef nicht warnen vor Rattenfänger der Politik, das ist zu sehen , dass sogenannte etablierten Parteien auch bei den kommenden Wahlen keine Rolle spielen werden . Denn das Hoffnungsgeschwätz vor den Wahlen für die Wähler ist danach nur Geschwätz .

  • 19 Kumpel Anton 01.05.2019, 22:56 Uhr

    Wenn ich die SPD Genossen am 1. Mai mit ihren Sprüchen höre, dann möchte ich ihnen am liebsten entgegenrufen: "Die Sozialdemokraten haben uns verraten".

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