Ticker von Mittwoch (26.02.2020) zum Nachlesen

Mediziner hält zwei Röhrchen mit Substanzen in der Hand

Ticker von Mittwoch (26.02.2020) zum Nachlesen

  • Sechs bestätigte Corona-Fälle in NRW
  • Suche nach der Quelle für Infektionen
  • Landrat von Heinsberg: "Keine Panik"
  • Live-Ticker zum Nachlesen

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23:09 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg will der Krisenstab alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung in der Gemeinde Gangelt ermitteln. Der Kreis geht davon aus, dass an der Kappensitzung in Langbroich-Harzelt etwa 300 Besucher teilgenommen haben.

22:20 Uhr: Inzwischen gibt es sechs bestätigte Corona-Fälle in NRW. Zwei Personen, die Kontakt zu dem infizierten Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg hatten, sind ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden. Das hat der Kreis Heinsberg am späten Abend mitgeteilt. Dabei handele es sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und deren Lebensgefährten, wie ein Sprecher des Kreises sagte

21:50 Uhr: Ein weiterer Patient ist in Mönchengladbach positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das hat die Stadt am späten Abend bekannt gegeben und einen Krisenstab eingesetzt. Wie oder wo sich der Mann aus Mönchengladbach infiziert hat, ist bislang nicht bekannt. Er wird in einer Klinik versorgt. Hier finden Sie die Entwicklungen vom Mittwoch (26.02.2020) zum Nachlesen:

20.30 Uhr: Fälle von Corona-Virus in NRW, die Suche nach weiteren Infizierten und Verunsicherung im Land: Eine Zusammenfassung des Tages:

20.21 Uhr: In der Aktuellen Stunde hat Dr. Heinz-Wilhelm Esser, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, die wichtigsten Fragen zum Corona-Virus beantwortet und wie man sich dagegen schützen kann.:

20.08 Uhr: Der mit dem Corona-Virus infizierte Soldat hatte laut dem behandelndem Arzt seit Donnerstag vergangener Woche Symptome eines grippalen Infekts - offenbar erhöhte Temperatur und "ein wenig Husten". Mittlerweile leide der Mann nur noch unter einem Kratzen im Halsbereich und es gehe ihm "gut".

Der Arzt sagte auf der Pressekonferenz, der 41-Jährige habe offenbar am 15. Februar im privaten Umfeld Kontakt zu einem infizierten Menschen gehabt. Am Dienstagabend habe der Soldat von der Infektion seines Bekannten erfahren und sich daher an seinen Arbeitgeber gewandt.

19.52 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus ist immer wieder von Risikogruppen die Rede. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Eine Erklärung:

19.51 Uhr: Preistreiberei, falsche Gesundheitschecks und dubiose Heilversprechen: In Italien nutzen Kriminelle und Geschäftemacher die Angst vor dem Corona-Virus zu ihrem Vorteil aus. Wegen der Geschäftemacherei beschlagnahmte die Finanzpolizei Dokumente und Computerdaten der Online-Händler Ebay und Amazon. Zwei Beispiele: Auf der Auktionsplattform Ebay bot ein Nutzer die Liter-Flasche eines Desinfektionsgels zum stolzen Preis von 300 Euro an. Ein Desinfektionsmittel für Babys sollte 240 Euro pro Liter kosten.

19.38 Uhr: Auf einer Pressekonferenz im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz wurde am Abend über den Fall des infizierten Soldaten berichtet. Hier ein Videoausschnitt:

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19.26 Uhr: Ein dritter Patient aus Nordrhein-Westfalen hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Bei dem Mann handelt es sich um einen Soldaten der Luftwaffe, der bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr in Köln-Wahn stationiert ist. Er gilt als Kontaktperson zu dem infizierten Paar aus dem Kreis Heinsberg. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte der Soldat auf einer Karnevalsveranstaltung Kontakt zu den beiden. Er wird nun im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

18.52 Uhr: Wegen eines Corona-Verdachts ist ein Regionalzug von Frankfurt nach Saarbrücken mit 70 Reisenden gestoppt worden. Ein Fahrgast habe an sich selbst Symptome festgestellt und sich beim Zugpersonal gemeldet, teilte des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums mit. Daraufhin stoppten Bundespolizisten den Zug im Bahnhof Idar-Oberstein. Nach einer Untersuchung wurde der Fahrgast zur weiteren Klärung in ein Krankenhaus gebracht. Von den Mitreisenden wurden Personalien und Kontaktdaten aufgenommen. Danach wurde der Zug wieder freigegeben und die Reisenden konnten ihre Fahrt fortsetzen.

18.47 Uhr: Die beiden Corona-Infizierten in NRW kommen aus dem Raum Heinsberg. Wir haben uns die Stimmung vor Ort heute mal angeschaut:

18.38 Uhr: In Baden-Württemberg hat sich ein weiterer Mann mit dem Corona-Virus infiziert. Der 32-Jährige aus dem Landkreis Rottweil sei aus dem Risikogebiet in Italien eingereist und habe keine Verbindungen zu den bislang drei gemeldeten Patienten im Südwesten, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Damit gibt es nun insgesamt vier Fälle in Baden-Württemberg.

18.25 Uhr: Brasilien hat den ersten Corona-Fall in Lateinamerika bestätigt. Das Gesundheitsministerium teilte mit, das Virus sei bei einem Bewohner der Metropole São Paulo festgestellt worden. Der 61-Jährige sei am 21. Februar von einer Reise in die norditalienische Region Lombardei zurückgekehrt. Der Infizierte sei zu Hause isoliert worden, es gehe ihm gut.

18.02 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus bildet die Bundesregierung einen Krisenstab. Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wollen am Donnerstag über die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabes ihrer Ministerien informieren. Nach Angaben eines Sprechers tagte der Krisenstab bereits am Mittwoch zum ersten Mal.

17.59 Uhr: Das Corona-Virus trifft auch die Wirtschaft. Hier ein Beitrag der Kollegen von WDR 5 Profit zum Thema:

Coronavirus: Folgen für Lieferketten und Verbraucher

WDR 5 Profit - aktuell 26.02.2020 05:16 Min. Verfügbar bis 25.02.2021 WDR 5

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17.47 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie". Die Infektionsketten seien teilweise nicht nachzuvollziehen. Es sei daher fraglich, ob die bisherige Strategie weiterhin aufgehe. Er habe deshalb die Gesundheitsminister der Länder aufgefordert, ihre Pandemiepläne "zu aktivieren und ihr mögliches Inkrafttreten vorzubereiten", sagte Spahn in Berlin. "Die Lage hat sich leider in den letzten Stunden geändert, das muss man leider sagen."

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17.41 Uhr: Zehntausende Infizierte und über 2.700 Tote - das sind die aktuellen Zahlen zum Corona-Virus. Eine genaue Übersicht sämtlicher bestätigter Fälle haben Forscher der renommierten Johns Hopkins Universität in den USA in einer Echtzeitkarte erstellt. Darüber hinaus gibt es nützliche Statistiken, etwa über die Opferzahlen, die Ansteckungsrate und auch die Zahl der Personen, die sich vom Virus erholt haben.

17.16 Uhr: Einer der beiden neu mit dem Corona-Virus infizierten Patienten in Tübingen ist als Oberarzt in der Pathologie des Universitätsklinikums beschäftigt. Der 60-Jährige soll seit dem Wochenende auch Kontakt zu anderen Medizinern gehabt haben. Diese Kontakte seien vollständig erfasst, teilte das Klinikum mit. Es seien ein Dutzend Oberärzte getestet und "aus der Krankenversorgung rausgenommen worden". Sie seien unter Beobachtung.

17.10 Uhr: Nach der Infektion einer Kindergärtnerin mit dem Corona-Virus soll die betroffene Einrichtung in Gangelt für insgesamt zwei Wochen geschlossen bleiben. Das teilte der Kreis Heinsberg mit. Die Kita mit 65 Plätzen sei seit Anfang der Woche dicht. Die Einrichtung selbst schrieb auf ihrer Internetseite, dass sie bis zum 6. März geschlossen bleibe.

16.49 Uhr: Deutschlands größter privater Klinikbetreiber Fresenius Helios rüstet sich für Erkrankte mit dem Corona-Virus. Das Krankenhauspersonal sei "auf den Umgang mit an Covid-19 erkrankten Patienten vorbereitet", erklärte das Unternehmen. Auch habe man ein internes Ablaufschema für die Versorgung von Verdachtsfällen entwickelt. "Generell können alle Kliniken, die Patienten mit Influenza aufnehmen, auch Patienten mit einer Corona-Erkrankung behandeln", betonte das Unternehmen. Die Krankenhäuser hätten dafür die hygienischen, medizinischen und baulichen Voraussetzungen.

16.45 Uhr: Wie verhalte ich mich angesichts des Corona-Virus richtig? Diese Frage stellen sich gerade viele Menschen. Hier ein paar Tipps:

16.41 Uhr: Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) beschäftigt sich mit dem Corona-Vius. Zwar sehe man keinen Grund zur Panik. "Trotzdem wird es viele Menschen geben, die sich Sorgen machen, wenn sie am Abendmahl teilnehmen", sagte ein EKD-Sprecher. Die Landeskirchen würden sich mit hygienischen Fragen rund um die Austeilung des Abendmahls beschäftigen.

So gebe es verschiedene Möglichkeiten, das Abendmahl zu feiern: "Es ist möglich, bei der Austeilung des Abendmahls vorübergehend Einzelkelche zu verwenden. Da wir darauf vertrauen, dass wir auch im Brot die ganze Fülle des Heils empfangen, kann in Zeiten großer Ansteckungsgefahr auch nur das Brot zu sich genommen werden." Eine weitere Möglichkeit könne auch das Eintauchen der Abendmahls-Oblate in den Kelch sein.

16.10 Uhr: WDR-Reporter Thorsten Lenze berichtet aus der Uniklinik Düsseldorf:

16.02 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet versucht, die Bevölkerung nach dem Bekanntwerden der beiden Fälle des Corona-Virus zu beruhigen. "Die Lage ist unter Kontrolle", sagte er der "Bild"-Zeitung. Die Behörden würden alles tun, "was aus gesundheitspolitischen Schutzmaßnahmen auch für die Menschen in diesem Land erforderlich ist".

15.59 Uhr: Nach den ersten beidem Infektionsfällen in NRW rechnet der Direktor der Düsseldorfer Uniklinik, Dieter Häussinger, vorerst nicht mit einer Eindämmung des Virus. "Wir müssen davon ausgehen, dass diese Infektion sich jetzt ausbreiten wird", sagt er.

15.52 Uhr: Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, gibt bei Twitter ein paar Einordnungen zum Thema Corona-Virus:

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15.46 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen mit. Bei den beiden Infizierten handelt es sich nach Angaben des Sozialministeriums um die Reisebegleiterin des schon früher erkrankten Mannes in Göppingen und deren Vater.

15.40 Uhr: Der Ausbruch des Corona-Virus belastet laut einer Umfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer auch das Geschäft von NRW-Unternehmen. Knapp ein Drittel der befragten Betriebe am Niederrhein mit Auslandsgeschäft hätten von Umsatzeinbußen und Beeinträchtigungen ihres Im- und Exportgeschäfts berichtet, teilte der Verband mit.

An der Umfrage haben sich 100 von 600 Unternehmen beteiligt. Ein Drittel verzichte auf Geschäftsreisen in befallene Regionen. Mehr als jedes vierte Unternehmen klage aufgrund des Stillstands in China über Lieferengpässe.

Corona & Wirtschaft: Wer profitiert, wer nicht?

WDR 5 Profit - aktuell 25.02.2020 04:40 Min. Verfügbar bis 24.02.2021 WDR 5

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15.35 Uhr: WDR-Reporterin Andrea Miosga berichtet von der Pressekonferenz aus dem NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf:

15.32 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine Hotline zum Corona-Virus geschaltet. Die Nummer lautet 0211/8554774. Das Ministerium weist aber darauf hin, dass dort keine medizinische Beratung stattfinden kann. Bei Fragen zu einer möglichen Infektion solle ein Arzt kontaktiert werden. Der Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus solle vorher telefonisch angekündigt werden.

Stand: 26.02.2020, 23:12

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