Was man über den Eon-RWE-Deal wissen muss

Pressemappen liegen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von RWE und E.ON auf den Tischen.

Was man über den Eon-RWE-Deal wissen muss

  • Die Energieversorger Eon und RWE rücken zusammen
  • Auf Kosten der RWE-Tochter Innogy
  • Ein Überblick über Reaktionen und Folgen

Für die Neuordnung ihres Energiegeschäfts wollen Eon und RWE das bisherige Ökostrom- und Netz-Unternehmen Innogy zerschlagen. Am Dienstag (13.03.2018) werden mehr Details bekannt gegeben.

Ein Überblick über das, was bisher bekannt ist:

Wie wirkt sich der Deal auf die Arbeitsplätze aus?

Bei Eon sollen nach der Übernahme des Netz- und Vertriebsgeschäfts der RWE-Tochter Innogy bis zu 5.000 Arbeitsplätzen wegfallen. Der Konzern will im kommenden Jahrzehnt aber Tausende neue Jobs schaffen. RWE erwartet durch die Umstrukturierung zukünftig keinen Personalabbau.

Fusionspläne von EON und RWE

WDR 5 Morgenecho - Interview | 13.03.2018 | 06:45 Min.

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Wie bewerten Politik und Gewerkschaften den Deal?

Die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung begrüßt die von Eon und RWE geplante Neuordnung ihres Energiegeschäftes. Für die oppositionellen Grünen zeigt die verabredete Zerschlagung von Innogy jedoch, "wie orientierungslos" die beiden Unternehmen seien.

Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE begrüßten die Pläne. Sie könnten "langfristig tarifgebundene Arbeitsplätze erhalten und sichern", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske.

RWE und Eon ordnen Beteiligungen neu

WDR 5 Profit - aktuell | 12.03.2018 | 05:47 Min.

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Welche Auswirkungen haben die Pläne auf die Verbraucher?

Negative Folgen erwarten Marktbeobachter zunächst nicht. "Die Alternativen und der Wettbewerb sind groß genug", sagt der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding.

Jedoch mahnt der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, mit Blick auf die Preise auch eine genaue Prüfung der Aufteilung an.

Wie groß ist die Wirtschaftskraft von RWE und Eon?

Die großen deutschen Energiekonzerne RWE und Eon haben im vergangenen Geschäftsjahr die Milliardenverluste hinter sich gelassen und wieder Geld verdient.

RWE erzielte 2017 unter dem Strich einen Gewinn von 1,9 Milliarden Euro. 2016 hatte es noch einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro gegeben. Eon hat nach einem Verlust von 8,4 Milliarden Euro 2017 wieder knapp 4 Milliarden Euro verdient, was sich für die Aktionäre ebenfalls in einer höheren Dividende niederschlagen soll.

Stand: 13.03.2018, 10:29

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