Energiepreise: Wie tanke ich billig und spare Benzin?

Ein Frau tankt ein Auto.

Energiepreise: Wie tanke ich billig und spare Benzin?

Die Spritkosten steigen - was kann ich dagegen tun? Was Sie übers Tanken wissen müssen und wie Sie Ihre Fahrweise optimieren können: Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt.

Erneut haben die Preise für Benzin und Diesel angezogen. Das hat der ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung ermittelt. Demnach ist der Preis für einen Liter Super E10 um 3,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, beim Diesel waren es 4,8 Cent. Damit seien die Kraftstoffpreise so hoch wie lange nicht mehr, teilte der Club am Mittwoch mit.

Was können Autofahrende tun, um dennoch möglichst preiswert unterwegs zu sein? Dazu haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Wann tanke ich am besten?

Treibstoff ist nicht immer gleich teuer. Es kommt auf den Zeitpunkt an. Untersuchungen zeigen, dass Benzin und Diesel in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind.

"Am teuersten ist es morgens zwischen 5 und 8 Uhr", sagte Thomas Müther vom ADAC Nordrhein am Donnerstag dem WDR. "Der Unterschied macht teilweise mehr als 10 Cent pro Liter aus, in der Regel etwa 6 bis 7 Cent." Aber auch während des Tages könne es immer wieder zu Preisspitzen kommen.

Wo tanke ich am günstigsten?

Auch zwischen den einzelnen Anbietern gibt es immer wieder erhebliche Preisunterschiede, die die Verbraucher:innen nutzen können. Ein Vergleich verschiedener Tankstellen kann sich also lohnen. Eine gute Hilfe sind dabei Tank-Apps, mit der man sich minutengenau die aktuellen Preise der Tankstellen in seiner Umgebung oder entlang einer geplanten Route anzeigen lassen kann.

Wer in den App-Stores nach solchen Apps sucht, hat die Auswahl zwischen verschiedenen Angeboten. Dazu gehören zum Beispiel "Mehr tanken", "Clever tanken" und "ADAC Spritpreise".

Wie groß ist das Sparpotenzial beim Tanken?

"Wer statt zum teuersten Zeitpunkt regelmäßig den günstigsten Zeitpunkt wählt und die günstigste Tankstelle vor Ort, kann pro Liter Benzin teilweise 11 Cent oder manchmal sogar noch mehr sparen", sagte Müther vom ADAC.

Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr und einem Durchschnittsverbrauch von 8 Litern Benzin auf 100 Kilometern betrage das Sparpotenzial 132 Euro. Damit könne man mit einer drei- bis vierköpfigen Familie am Jahresende zumindest einmal schön Essen gehen, sofern es die Corona-Situation zulasse.

Teures Heizen, Teures Tanken

WDR 5 Profit - aktuell 01.10.2021 05:38 Min. Verfügbar bis 01.10.2022 WDR 5


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Wie kann ich den Verbrauch reduzieren?

Wer nicht auf das Auto verzichten kann, hat die Möglichkeit, seine Fahrweise zu optimieren. Das bedeutet: Zügig beschleunigen und dann mit niedrigen Drehzahlen, die Geschwindigkeit beibehalten. Wichtig sind auch der korrekte Reifendruck und das Abschalten von Klimaanlagen und Sitzheizungen. So kann bis zu 20 Prozent Sprit gespart werden.

Wie wirkt sich das Tempo auf den Verbrauch aus?

Grundsätzlich gilt: Je schneller ich fahre, desto höher wird der Verbrauch. Dabei spielen auch die Motorisierung, die Bereifung und das Gewicht des Fahrzeugs eine Rolle.

Fahre ich über 100 Stundenkilometer, steigt der Spritverbrauch überproportional stark an, weil der Luftwiderstand immer stärker wird. Bei einem Mittelklassewagen erhöht sich der Spritverbrauch um bis zu zwei Drittel, wenn ich 160 Stundenkilometer fahre statt nur 100.

Wie viel Zeit "kostet" langsameres Fahren?

Wenn ich bei einer Strecke von 100 Kilometern mit 100 statt mit 130 Stundenkilometern unterwegs bin, brauche ich etwa eine Viertelstunde länger. Doch das ist nur die Theorie. In der Praxis können Autofahrer:innen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer nicht einhalten - wenn sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und Staus einberechnen.

Was ist beim Neuwagenkauf zu beachten?

Wer auf ein Auto umsteigen möchte, das einen billigeren Antrieb hat, kann sich jetzt Anregungen an der Tankstelle holen. Dreizehn Zahlen auf einem gelborangenen Aushang sollen Autofahrer:innen zeigen, was sie hätten sparen können.

Seit dem 1. Oktober sind größere Tankstellen verpflichtet, einen Kostenvergleich verschiedener Energieträger wie Benzin, Diesel, Strom, Erdgas und Wasserstoff in Euro je 100 Kilometer an Zapfsäulen oder im Verkaufsraum auszuhängen. Die neuen Regeln sollen helfen, für alternative Antriebe zu sensibilisieren.

Stand: 14.10.2021, 12:43

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