Karnevalssession im Rheinland eröffnet

Karnevalssession im Rheinland eröffnet

  • Start in die neue Karnevalssession am 11.11.
  • Tausende Jecke feierten in den Hochburgen
  • Körperverletzungs- und Sexualdelikte in Köln

Seit 11.11 Uhr darf offiziell geschunkelt, gesungen und gebützt werden, die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Bei milden Temperaturen haben am Sonntag (11.11.2018) Tausende in den Karnevalshochburgen den Start in die Session 2018/2019 gefeiert.

Countdown in Köln

In Köln steht die Session 2018/2019 unter dem Motto "Uns Sproch es Heimat". Den ganzen Tag stimmten die bekannten kölschen Bands - von Höhner bis Querbeat - auf der Hauptbühne am Heumarkt auf die Session ein.

Die Feiern verliefen laut Polizeiangeaben "relativ ruhig". In einer vorläufigen Bilanz in der Nacht auf Montag berichtete die Polizei von 168 Platzverweisen, 54 Ingewahrsamnahmen und fünf vorläufigen Festnahmen. Es habe 109 Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Schlägereien, Sachbeschädigungen und Taschendiebstählen.

Weiter seien "14 niederschwellige Sexualdelikte" angezeigt worden. Zudem soll sich in der Nähe des Doms nach Polizeiangaben eine Vergewaltigung ereignet haben. Ein 35-Jähriger Mann soll einer 42-Jährigen auf die Toilette gefolgt sein und sie dort missbraucht haben. Er wurde laut Polizei festgenommen.

Kölle Alaaf: Tausende Jecke feiern in den Karneval

Kostümierte Karnevalisten in Köln

Gut gelaunt sind die Karnevalisten in die fünfte Jahreszeit gestartet.

Gut gelaunt sind die Karnevalisten in die fünfte Jahreszeit gestartet.

Zum Sessionsauftakt haben sich Viele herrlich parat gemacht.

Besonders begehrt waren die Plätze auf dem Heumarkt, wo offiziell der Countdown runter gezählt wurde.

Die Jecke strahlten schon früh am Morgen, die närrische Durststrecke ist vorbei.

Drei, zwei, eins: Alaaf! Mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde der Karneval offiziell eröffnet.

"Endlich, endlich ist es soweit", freute sich Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn auf die neue Session.

Auf der Bühne am Heumarkt zeigten sich sämtliche Größen des Kölner Karnevals - und natürlich auch das Kinder-Dreigestirn.

Das designierte Kölner Dreigestirn Prinz Marc I. (mitte), Bauer Markus (rechts) und Jungfrau Catharina (links) präsentierten sich zum ersten Mal dem närrischen Volk.

Sämtliche großen Bands des Kölner Karnevals sorgten mit ihren Hits für gute Stimmung auf dem Heumarkt.

So wie "Querbeat", die mittlerweile zu den erfolgreichsten Bands im Kölner Karneval zählen.

Andere Liebhaber des Karnevals zog es direkt in die Kneipe. Schon lange bevor die Brauhäuser die Türen öffneten, haben sich lange Schlangen gebildet.

Diese Zebraherde startete mit einem Gruppenfoto am Dom.

Die Elfen bereiteten sich auf einen zauberhaften Tag in der Domstadt vor.

Der Karneval eint Künstler ...

... und Gauner.

Polonaise tanzen - macht Spaß und keiner geht verloren.

Das Motto für die neue Session: "Uns Sproch is Heimat"

Soll heißen: die kölsche Sprache soll die Menschen enger zusammen bringen. Immerhin sind "Alaaf" und "Kamelle" schnell gelernt.

Die wichtigsten kölsche Karnevals-Vokabeln sollten auch für diese "Schweden" kein Problem sein.

Ob der Kölner auch in anderen Galaxien verstanden wird, muss sich noch zeigen.

Glück für die Jecken: Die Temperaturen waren mild und zumindest der Vormittag blieb trocken. Erst am Nachmittag setzte Regen ein.

Karneval - einfach schööön!

Weniger Verschmutzung und Wildpinkler

Auch für die Kölner Feuerwehr gab es weniger Einsätze. Insgesamt mussten die Rettungswagen 755 Mal ausrücken. 2017 hatte es am Karnevalsauftakt noch 1.085 Einsätze gegeben.

Die hohe Zahl von Sicherheitsleuten, ein Glasverbot in mehreren Bereichen und viele mobile Toilettenhäuschen haben laut Stadt Wirkung gezeigt. Randale, Verschmutzung und Wildpinkler sollen die Kölner weit weniger geärgert haben als noch im Vorjahr.

Am späten Abend gab es einen tödlichen Vorfall: Ein 51-jähriger Kölner wurde von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Ob es sich um einen Karnevalsbesucher handelte, war zunächst noch unklar.

Ein 25 Jahre alter Kölner wurde schwer verletzt, als er aus dem dritten Stock eines Hauses auf ein Vordach stürzte.

Hoppeditzerwachen in Düsseldorf

Unter dem Motto "Düsseldorf - gemeinsam jeck" haben in der Landeshauptstadt rund 4.000 Narren mit Musik und viel Lärm am Rathausmarkt gefeiert, um den Hoppeditz zu wecken. Der ist um 11.11 Uhr in seinem Senftopf erwacht.

Die Düsseldorfer Polizei meldete einen Einsatz wegen einer versuchten sexuellen Belästigung. Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz wegen erhöhten Alkoholkonsums gerufen.

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Düsseldorf Helau! Der Hoppeditz ist erwacht

Kostümierte Karnevalisten in Düsseldorf

Helau! Die Jecken haben das Regiment in Düsseldorf übernommen.

Helau! Die Jecken haben das Regiment in Düsseldorf übernommen.

Mit der dicken Trumm zur Sessionseröffnung. Dieser Jeck brachte alles für gute Stimmung auf dem Düsseldorfer Rathausplatz mit.

Diese Clowns haben sich ebenfalls auf die Sessionseröffnung vorbereitet und fleißig Lappen aneinander genäht.

Die Vereine trafen sich morgens am Rhein, um gemeinsam zum Rathausplatz zu ziehen.

Mit dabei: Tänzerinnen der Garden und Vereine.

Es war bunt in der Altstadt ...

... und wild ...

... und ganz schön schräg.

Natürlich waren die Jecken mit Musik und viel Lärm unterwegs.

Auch spektakuläre Tanzeinlagen gehörten dazu.

Denn sie müssen den Hoppeditz, den man Aschermittwoch zu Grabe getragen hatte, von den Toten auferstehen lassen.

Mission erfüllt: Pünktlich um 11.11 Uhr ist der Hoppeditz in seinem riesigen Senftopf erwacht.

Der Hoppeditz hat mit einer bissigen Rede der Obrigkeit die Leviten gelesen. Im Anschluß gab es ein Alt zur Versöhnung mit Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Es blieb zur Freude der vielen Jecken trocken.

Helau! Endlich Karneval.

Groß und klein waren zum Sessionsauftakt in die Altstadt gekommen.

Denn: Zu jung gibt es im Karneval nicht.

Kanonen donnern in Bonn

Für gemeinsames Feiern steht auch das Bonner Motto: "Mir all sin Bönnsche". Will heißen, im Karneval ist jeder Willkommen. Und wenn über dem Marktplatz die Kanonen donnern, weiß man in Bonn: Die fünfte Jahreszeit hat begonnen.

Sessionsauftakt in Bonn: "Mir all sin Bönnsche"

Von Jörg Sauerwein

Mareike und Maren sind M&M's im Bonner Karneval.

Mareike und Maren gehen dieses Jahr als Leckerei.

Mareike und Maren gehen dieses Jahr als Leckerei.

Mit einem großen Alaaf geht die fünfte Jahreszeit auch in Bonn jetzt richtig los.

Karneval ohne die Hunnen? Nicht in Bonn!

Diese Gruppe lässt mit ihren Kostümen die 80er wieder aufleben.

Stimmung auf dem Bonner Marktplatz.

Diese Ladys in lila können die Session nicht abwarten.

Diese Gruppe "stellt" den Prinzen.

Vorstellung der Tollitäten - hier winken sie schonmal.

Prinz Thomas und Bonna Anne-Christin I. begrüßen ihr Karnevalsvolk.

Prinz Thomas II und Godesia Dorothee von Bad Godesberg.

Das Kinderprinzenpaar Tobias II und Johanna I.

Auch Wäscherprinzessin Ariane I gibt sich die Ehre.

Liküra Prinzessin Julia I vertritt Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf.

Hier feiern alle Tollitäten gemeinsam mit den Bonner Jecken.

Aachen feiert die Tollitäten

In Aachen haben sich die Tollitäten auf der Bühne am Holzgraben dem närrischen Volk präsentiert. Außerdem haben die Öcher Stadtmusikanten das diesjährige Mottolied "Aneäjebonge, Hazz jefonge" vorgestellt.

Stand: 12.11.2018, 17:09

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