Elektro-Auto aus Aachen sorgt für Rummel

Zwei Besucher machen bei der Eröffnung des Elektroauto-Werkes von e.GO eine Testfahrt in einem e.GO Life

Elektro-Auto aus Aachen sorgt für Rummel

  • Ab Mai wird das Aachener Elektroauto "e.Go Life" ausgeliefert
  • Was bedeutet das für den Kunden?
  • Ein Blick auf den Stand der Elektromobilität in NRW

Der Aachener Elektroauto-Hersteller e.Go macht Schlagzeilen beim Genfer Automobil-Salon: Am Montagabend (04.03.2019) wurde eine Kooperation mit VW bekannt gegeben, ab Donnerstag (07.03.2019) wird erstmalig die Serienversion des Elektroautos "e.Go Life" präsentiert.

Der Viersitzer für Kurzstrecken geht Mitte März 2019 in Aachen in Serie. Anfang Mai 2019 soll er an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Der Einstiegspreis des Zweitürers beträgt knapp 16.000 Euro. Zunächst sollen 5.000 bis 10.000, ab Ende 2019 etwa 20.000 Fahrzeuge jährlich produziert werden.

Stadtauto mit Parkplatz-Chance

"Der e.Go ist in Bezug auf Batteriegröße, Ladezeit und Gesamtgewicht speziell an die Anforderungen des urbanen Raums angepasst", sagte Matthias Dürr, Leiter des Kompetenzzentrums ElektroMobilität NRW, am Dienstag (05.03.2019) dem WDR. "Die kleine Batterie minimiert das Gewicht des Fahrzeugs und garantiert kurze Ladezeiten."

Knapp 5.600 Ladepunkte in NRW

Wie viele Elektro-Tankstellen es in NRW gibt, lässt sich aber nicht genau sagen. Laut ElektroMobilität NRW existiert kein zentrales Melderegister. Die Stelle bündelt im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums die Elektromobilitäts-Aktivitäten im Land.

ElektroMobilität NRW stützt sich auf Zahlen von GoingElectric. Demnach gab es in NRW im Januar 2019 knapp 5.600 Ladepunkte für Elektroautos. Diese Anzahl entspreche aber nicht der Anzahl der Stromtankstellen: Eine Stromtankstelle könne mehrere Ladepunkte anbieten.

E-Autos: Ladesäulenchaos

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 19.02.2019 03:58 Min. Verfügbar bis 19.02.2020 WDR 5 Von Kai Rüsberg

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Positive Auswirkung auf Arbeitsmarkt?

"Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass das Start-up e.Go von Schwergewichten der Branche wie VW und auch Bosch ernstgenommen wird", sagte Dürr. Solche Kooperationen seien für die Weiterentwicklung des Produkts und dessen Etablierung am Markt von existenzieller Bedeutung. Zudem werde sich die Produktion in Aachen auf die gesamte Arbeitsmarktsituation in dieser vom Strukturwandel geprägten Region auswirken.

Verkehrswissenschaftler Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hätte sich eine andere Kooperation von VW gewünscht, nämlich nicht mit einem Nischen-Unternehmen: "Die Zukunft sieht so aus, dass man großskalige Produktionen braucht", sagte er dem WDR. Diese bekäme man "besser, schneller und professioneller mit großen Partnern".

Verkehrsforscher Prof. Oscar Reutter vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH hat eine andere Blickrichtung: "Ich finde es gerade bemerkenswert, dass sich Goliath VW mit David e.Go zusammentut, um anstehende Entwicklungsaufgaben in der Elektromobilität auch bewältigen zu können", sagte er dem WDR.

E-Auto kaufen Markt 07.11.2018 06:23 Min. Verfügbar bis 07.11.2019 WDR

Stand: 05.03.2019, 17:45

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