Schulen wollen Fotografieren bei Einschulungen einschränken

Schulen wollen Fotografieren bei Einschulungen einschränken

  • Grundschulen wollen teilweise Fotos einschränken
  • Schulministerium empfahl Sensibilisierung
  • Hintergrund: Datenschutz und Social Media

Wenige Tage vor der Einschulung in Nordrhein-Westfalen wird an mehreren Grundschulen über den Umgang mit Fotos bei den Feierlichkeiten diskutiert. Einige Schulen schränken das Fotografieren für Eltern wegen des Datenschutzes ein, wie am Donnerstag (22.08.2019) mitgeteilt wurde.

Schulministerium empfiehlt Sensibilität

Den Bezirksregierungen wurde vom Schulministerium bereits im vergangenen Jahr empfohlen, die Schulleiter zu sensibilisieren. Laut "WAZ" haben unter anderem in Essen mehrere Schulen das Fotografieren bei der Einschulung während des Gottesdienstes verboten.

Soziale Medien und Datenschutz

Hintergrund der Debatte ist neben der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die steigende Nutzung Sozialer Medien. Zwar ist es grundsätzlich kein Problem, wenn Eltern bei der Einschulung Fotos machen - das gilt allerdings nur, wenn die Bilder ausschließlich für das private Fotoalbum gedacht sind. Sollen die Bilder dagegen auf Facebook oder Instagram veröffentlicht werden, muss der Fotograf eine Einwilligung der Menschen einholen, die abgelichtet wurden.

Die Bezirksregierung Münster veröffentlichte daher auf ihrer Internetseite "die wichtigste aller Foto-Regeln", die da lautet: "Vorher fragen!" Auch beim eigenen Kind solle man sich erkundigen, "ob es selbst eigentlich fotografiert werden möchte".

"Drei Viertel aller Kinder ohne erforderliche Schulreife"

WDR 5 Morgenecho - Interview 07.08.2019 05:46 Min. Verfügbar bis 06.08.2020 WDR 5

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Stand: 22.08.2019, 17:55

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