Ein Toter nach Explosion im Chempark Leverkusen

Eine Rauchwolke resultierend aus einer Explosion in Leverkusen. Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz.

Ein Toter nach Explosion im Chempark Leverkusen

Nach der Explosion im Chempark in Leverkusen haben Rettungskräfte der Werkfeuerwehr einen vermissten Mitarbeiter nur noch tot bergen können. Es werden noch vier Menschen vermisst, bislang gibt es 31 Verletzte.

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark ist ein vermisster Mitarbeiter tot aufgefunden worden. Das teilte die Betreiberfirma Currenta am Dienstagnachmittag mit. Die Explosion hatte sich nach Angaben der Firma aus bisher unbekannter Ursache gegen 9.30 Uhr im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig ereignet. Danach kam es zu einem Brand in dem Tanklager, der gegen Mittag gelöscht worden war.

Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Wie Currenta weiter mitteilte, wurden nach dem Unglück in der Müllverbrennungsanlage noch vier Mitarbeiter vermisst. Laut Stadt Leverkusen wurden vier Schwerverletzte und zwölf Verletzte geborgen. Anwohner des Chemiebetriebs waren aufgefordert, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe "Extreme Gefahr" ein.

Bilder zur Explosion in Leverkusen

Im Chempark Leverkusen hat es eine schwere Explosion gegeben. Dabei ist im Entsorgungszentrum der Betreiberfirma Currenta ein Tanklager in Brand geraten.

Das Landesumweltamt erklärte, dass in den Rußrückständen nach dem Brand im Chempark Leverkusen bisher keine Rückstände von Dioxin festgestellt worden sind. Die Ermittlungen, welche weiteren Stoffe ausgetreten sind, dauern noch an

In Leverkusen und den angrenzenden Bereiche von Leichlingen und Opladen sollen die Menschen weiterhin auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus dem Garten verzichten.

Derzeit läuft in Leverkusen die Ursachenforschung für die Explosion.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sind mit Löscharbeiten im Chempark beschäftigt.

Durch die Explosion beschädigtes Gebäude im Chempark Leverkusen.

Nach ersten Informationen der Polizei wurden bei dem Brand und der anschließenden Explosion mehrere Menschen verletzt.

Werksfeuerwehr und Feuerwehr Leverkusen werden von den Kameraden aus Köln unterstützt.

Die Polizei sperrte mehrere Straßen und Autobahnen im Bereich des Chemparks.

Eine riesige Rauchsäule baute sich über Leverkusen auf.

Nach der Detonation, die bis Leichlingen zu hören war, zog ein erst weißer dann schwarzer Rauchpilz hunderte Meter nach oben.

Der Knall der Explosion erschütterte das ganze Stadtgebiet und war sogar im weit entfernten Bergisch Gladbach zu hören.

Infolge der Explosion wurde die Warn-App Nina ausgelöst. Die Feuerwehr weist die Anwohner daraufhin, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Noch immer ist diese Rauchsäule kilometerweit zu sehen und zieht ins Bergische Land.

Ein Rettungshubschrauber startet nahe des Chemparks.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr, Polizei und Luftmesswagen waren im Einsatz. Erste Luftmessungen der Umweltschutzeinheiten im Kölner Norden ergaben laut Feuerwehr gegen Mittag, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Die Messungen würden fortgesetzt. Gleichwohl wurden Autofahrer aufgefordert, Fahrzeugfenster geschlossen zu halten und die Lüftungen auszustellen. Zahlreiche Autobahnen rund um Köln und Leverkusen waren stundenlang gesperrt.

Stand: 27.07.2021, 14:17

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