Fridays for Future - eine Bilanz für NRW

Fridays for Future - Proteste, Köln, 24.05.2019

Fridays for Future - eine Bilanz für NRW

  • Zwischenbilanz von Fridays for Future in NRW
  • Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung
  • Nächster Meilenstein am 20. September
  • Drei Fragen, drei Antworten
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Schulstreik für ein besseres Klima - mit dieser Idee legte die Schwedin Greta Thunberg vor einem Jahr in Stockholm den Grundstein für die "Fridays for Future"-Bewegung. Mittlerweile gehen Schüler weltweit für besseres Klima auf die Straße und machen Druck auf Politik und Unternehmen.

Wie hat sich Fridays for Future in NRW entwickelt?

Auch in NRW dauerte es nicht lange, bis die ersten Schüler freitags nicht in die Schule, sondern auf die Straße gingen. Im Dezember waren Schüler in Aachen und Köln beteiligt, bis zum Beginn des Jahres 2019 folgten weitere Orte. Seit April 2019 gab es NRW-weit 329 Streikaktionen, die die NRW-Gruppe von "Fridays for Future" auf ihrem Twitter-Account dokumentiert hat.

Mit dem Wachsen der Bewegung wurde auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit größer. Die Diskussionen drehten sich am Anfang vor allem um geforderte Sanktionen für die Schüler, die "blau" machten.

Zudem gab es Vorwürfe, dass die Berichterstattung in den Medien die Bewegung erst ermöglicht habe und die Aktivisten "zentral" gesteuert würden. Diese Vorwürfe halten einer Überprüfung aber nicht stand. Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann sieht die Stärke der Bewegung vielmehr darin, dass sie sich "spontan, authentisch und aus eigener Kraft" entwickelt habe.

Doch nach und nach erhielten die Schüler von der Politik und auch von Eltern-Initiativen Unterstützung - und das eigentliche Thema Klimaschutz rückte in den Vordergrund. Die Kritik, nicht in der Freizeit zu protestieren, konterten die Schüler in den Ferien: Anfang August trafen sich 1.500 Jugendliche zum Sommerkongress von Fridays for Future in Dortmund.

Wo sind die Schwerpunkte der Arbeit von "Fridays for Future" in NRW?

Ein starker Antrieb für die Bewegung war in NRW die Diskussion um den Hambacher Forst. Im Zuge der Proteste waren auch die "Fridays for Future"-Gruppen aktiv - vor allem bei großen Kundgebungen der "Ende Gelände"-Aktionen im Sommer. Am 21. Juni verlegten etwa alle NRW-Gruppen ihren Schulstreik nach Aachen - die Organisatoren sprachen von 40.000 Teilnehmern.

Wie geht's weiter mit Fridays for Future?

Nächstes Etappenziel ist der 20. September. Dann ist ein globaler Klimastreik geplant, für den auch in NRW zahlreiche Aktionen geplant sind.

Noch hat die Bewegung nicht viel erreicht. Carla Reemtsma von "Fridays for Future" ist sicher: "So lange es keinen klaren Weg für eine vernünftige Energiewende, für eine vernünftige Verkehrswende, für eine sozial gerechte Klimaschutzpolitik gibt, so lange werden Leute auf die Straße gehen."

Stand: 20.08.2019, 16:36

Kommentare zum Thema

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17 Kommentare

  • 17 Rattatan 19.09.2019, 12:48 Uhr

    Lehrer: 72 Tage Urlaub im Jahr - über 12 Wochen Ferien und nun haben die Schüler einen neuen Weg gefunden nicht zur Schule gehen zu müssen. ALLE die an so einem Tag nicht zur Schule erscheinen müssen wie Schulschwänzer behandelt werden. Doch welche Firma führt endlich eine 4 Tage Woche ein? Alle reden von Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich! Folge: 20% weniger CO² die - 20% weniger Feinstaub - 20% weniger NOx und was machen unsere Gewerkschaften? Sie fallen den Arbeiter nur in den Rücken! Von allem von heute auf morgen 20% - das nenne ich Fortschritt und VW stand mal dazu - dann kam der Rückschritt zur 5 Tage Woche.....Ein Skandalkonzern! Wie wärs mit Steuern auf das Kerosin - Bitte nicht wie sollen wir dann noch in den Urlaub fliegen - mit der größten Dreckschleuder die es gibt? Abschaffung der Inlandflüge würde weitere 20% erbringen! Solange wir Mixstrom haben weg mit den Elektrofahrzeugen den Umweltbelastung ( Bau - Verbrauch - Batterien ) ist 30% höher als beim Diesel

  • 16 Schnapsnase 19.09.2019, 12:38 Uhr

    Freitag 20.09.2019 wird in die Geschichte eingehen - FFF Teilnehmer und Tonnen von Müll auf den Straßen. Weggeworfene Plastikflaschen - Dosen aus Metall und unzählige Pappschilder mit Klebeband vermüllen an diesem Tag unsere Straßen. So fängt Umweltschutz an - mit unnötigen Müllbergen. Die Anreise per Flieger oder mit dem PKW - wir demonstrieren ja gegen CO² und Feinstaub. Diese Kinder, die täglich ihren Müll nach der Schule auf der Straße entsorgen anstatt im Mülleimer - die aber am FFF Teilnehmen - Was für eine Ironie. Würden die Eltern schon auf das Kinder-Schul-Bring- und Hol Taxi verzichten wären wir einen Schritt weiter! Sonntags 300 Meter bis zum Bäcker - man nehme brav das Auto! Wieso nicht erst erst vor der eigenen Tür kehren eh man den Mund aufreist? Schuld sind sowie so immer die anderen. Soviel zum Thema FFF - CO² Steuer und alle schreien ja - Das aber ein PKW schon seit Jahren nach dem Verbrauch versteuert wird rafft fast keiner. Wie dumm kann ein Mensch nur sein?

  • 15 FFF-Kinder 18.09.2019, 14:02 Uhr

    Mal was zu den FFF-Kindern, die von ihren Eltern mit dem PKW zur Schule gefahren werden, die ihre Haribotüte ins Gestrüpp werden und mit der Coladose rum kicken bis diese im Acker landet. Stundenlang vorm Fernseher sitzen oder PS4 etc. spielen und so den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Die Stundenlang am Smartphone chatten und dann mit ihrem Mofa um den Block zu ziehen und mit den Eltern auf die Malediven etc. fliegen. Genau diese Kinder stehen am Freitag auf der Straße und Demonstrieren wegen der Umwelt und wollen andere Belehren um ihr eigenes Fehlverhalten zu vertuschen. Warum sollte man nicht bei sich selbst anfangen eh man andere belehren möchte? Für diese Belehrung fährt man dann mit dem PKW auch noch Kilometerweit zur nächsten Veranstaltung. Was für ein Irrsinn und 80% springen auf den gleich Zug auf und merken nicht, wie sie politisch ausgelacht werden und die nächste Steuererhöhung angekurbelt - dann geht das nächste gejammere los - diesmal von den Eltern!

  • 14 Andersherumläufer 18.09.2019, 13:30 Uhr

    Einführung einer 4 Tage Woche ( gab es mal bei VW ) ! - so wären an einem Tag über 20 Millionen Pendler von den Straßen - bei einer täglichen Fahrleistung von 50 km ergäbe das eine Einsparung von weit über 10000 Tonnen CO² an nur einem Tag! Der VW Konzern hatte das einmal eingeführt - 30 h und 4 Arbeitstage - nun wurden diese Stunden wieder auf 5 Tage verteilt! Alle reden jedoch von Arbeitszeitverkürzungen - Verdi ganz groß dabei und auch bei der FFF Aktion... aber bei einer 32 h Woche an 4 Tagen scheitern ALLE! Weit über 10000 Tonnen CO² und keine Firma - kein VW - keine Gesellschaft - keine Gewerkschaft setzt sich für diese Einsparung ein! Dafür überlegt man krampfhaft, wie man das Problem Elektrosmog weiter fördern kann. Erfindung: Elektrofahrzeug und Megawattleitungen quer über das Land.

  • 13 suppenesser 18.09.2019, 12:57 Uhr

    Ja - reduziert den CO² Ausstoß und fördert die Stromerzeugung durch weitere Elektrofahrzeuge. Fördert den Elektrosmog der ja bekanntlich viele Menschen krank macht. Der Strommix und die damit verbundene CO² Belastung ist von 560 g/ kW auf 580 g/ kW gestiegen. Trotz Sparlampe - Trotz LED-Technik. Der Flottenverbrauch bei den PKWs um über 50% gesunken - Der Abgase um 90% reduziert. Wir haben soviel schon unternommen und alles Werte haben sich verschlechtert! Warum: Die Flugzeuge - ein Anstieg um fast 1000% - gegenüber 1970! Im 30 Sekundentakt ein Start über die Großstätte mit einer Startbelastung von weit über 400g / km / Sitzplatz und dieser Dreck wird auch noch steuerlich begünstigt - SUBVENTIONIERT. Stoppt die Fliegerei - dann werdet ihr auch sehen wo der Dreck zu 65% herkommt. Es ist nicht der Dieselfahrer - Es ist die Politik und die Steuergier damit die Fahrzeugindustrie weiterhin unterstützt wird. FFF bring so im Ansatz nichts, da es der falsche Weg ist! Anreise per PKW zur Demo!

  • 12 Supperschnuffi 18.09.2019, 12:39 Uhr

    Und wie bei jeder Demo reisen 80% mit dem PKW an! Solange Flugbenzin steuerlich subventioniert wird, wird es keine Verbesserung geben. CO² Verteilung: Flugzeug: 200 Gramm / Km / Sitzplatz egal wie viele Personen mitfliegen. Ein PKW: 30 Gramm / km / Sitzplatz! Ein E-Fahrzeug verursacht soviel CO² wie ein gleichwertiger Diesel auf 230.000 km und die Batterien halten max. 150.000km - Was für ein Umweltkiller! Der CO² Wert Strommix ist von 560 g/kW auf 580g/kW angestiegen! Unsere Politiker vertuschen die Wahrheit damit die Fahrzeugindustrie durch die Fehlentwicklung doch noch Gewinn macht!

  • 11 Dietrich Heinrich 12.09.2019, 10:41 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 10 leider Steuerzahler 23.08.2019, 09:11 Uhr

    Welches Klima hätten die Kinder denn gerne? das aus der letzten Eiszeit? Oder der vorletzten? Das nach dem Urknall? Das von 1973?

  • 9 Anonym 21.08.2019, 17:52 Uhr

    Die Schüler sollten mal lieber was lernen wir haben Fachkräfte Mangel das wäre sinnvoll

    • Stephan Zobel 22.08.2019, 16:24 Uhr

      Die Schüler haben etwas gelernt. Im Gegensatz zu manch anderen, die immer noch glauben wir könnten immer so weiter machen wie bisher. Funktioniert aber nicht. Wenn es brennt, handelt man üblicherweise sofort ...

  • 8 Anonym 21.08.2019, 11:41 Uhr

    Ich bin froh über FFF. Diese Bewegung hat bei meinen Kindern und ihren Freunden echtes,anhaltendes politisches Interesse geweckt. Und das Thema Klimaschutz ist endlich präsent in der öffentlichen Wahrnehmung ! Diese Jugend ist unsere Zukunft,zum Glück!!!! Und beschämt uns Erwachsene und die von uns gewählten Entscheidungsträger. Ich denke,meckern und spotten tun die,die diese Scham nicht aushalten wollen.

  • 7 Erich 21.08.2019, 05:31 Uhr

    Die Forderungen von FFF sind berechtigt und müssen dringend umgesetzt werden. Das Motto "Wir streiken, bis ihr handelt" sollte die Politik absolut ernst nehmen! Denn die Demonstranten stehen zu ihrem Wort!

    • Anonym 21.08.2019, 17:47 Uhr

      Sie haben genau so wenig Ahnung wie die Demonstranten Klimaveränderungen hat es schon immer gegeben nur der Mensch war zur der noch nicht da

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