Neue Unfallstatistik für E-Scooter

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter.

Neue Unfallstatistik für E-Scooter

  • E-Scooter-Unfälle sollen einzeln erfasst werden
  • Roller tauchen bisher nur in Sammelkategorie auf
  • Zahlreiche Unfälle in Großstädten

Seit Juni 2019 sind E-Scooter in Deutschland erlaubt und in Großstädten schon fester Bestandteil des Verkehrs. Etliche Fahrer sind mit den Tretrollern schon verunglückt und die Zahl der Unfälle könnte durch Schnee und Eis noch einmal ansteigen. Deshalb sollen sich E-Tretroller ab 1. Januar auch in der offiziellen Unfallstatistik wiederfinden. Das bestätigte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur am Samstag (07.12.2019).

Zurzeit sei man noch in Kontakt mit den Innenministerien der Länder, die entsprechende Zahlen nach Wiesbaden schicken sollen. Wenn das funktioniere, könne man zum Jahresbeginn erstmals E-Scooter-Unfälle einzeln erfassen.

Problem: Unterschiedliche Datenbanken

Bisher tauchen E-Scooter laut Bundesamt nur unter der Sammelkategorie "sonstige Fahrzeuge" auf. Die E-Scooter seien eine neue "Verkehrsbeteiligungsart", die die Statistiker gern einzeln ausweisen wollten. Das Problem sei allerdings, dass die einzelnen Landespolizeibehörden unterschiedliche Datenbanken nutzen, so das Bundesamt. Wenn die Behörden ihrerseits E-Scooter-Unfälle einzeln im Computer erfassen und dann weiter leiten könnten, stünde dem Start am 1. Januar nichts im Wege.

Über 100 Unfälle allein in Köln

Besonders Großstädte haben seit Einführung der E-Scooter zahlreiche Unfälle zu verbuchen. Die Polizei Köln hatte jüngst eine Zwischenbilanz gezogen. Demnach gab es zwischen 15. Juni und 18. November 104 Verkehrsunfälle mit 109 Verletzten "unter Beteiligung von E-Scootern". 24 Menschen hätten dabei schwere und 85 leichte Verletzungen erlitten. 

Stand: 07.12.2019, 11:31

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