Nach Dürre: Hilfe für 455 NRW-Landwirte

Trecker fährt über trockenes Feld

Nach Dürre: Hilfe für 455 NRW-Landwirte

  • Dürrehilfen für Landwirte ausgezahlt
  • Fast 9 Millionen Euro für 455 NRW-Bauern
  • Bundesweit wohl 10.000 Höfe betroffen

Nordrhein-Westfälische Landwirte haben nach der langen Dürre im vergangenen Jahr bislang rund 8,7 Millionen Euro an staatlicher Nothilfe erhalten. Das jeweils zur Hälfte vom Land und vom Bund aufgebrachte Geld ging an 455 Bauern, wie das Bundesagrarministerium am Montag (19.08.2019) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Insgesamt wurden bundesweit bislang rund 228 Millionen Euro ausgezahlt. Die größte Einzelsumme aus dem Bund-Länder-Programm entfiel auf Brandenburg mit 69,7 Millionen Euro (Stand Ende Juli 2019).

Dürrehilfen nur für besonders gefährdete Betriebe

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Bund und Länder hatten angesichts der extremen Trockenheit vor einem Jahr Hilfen von jeweils bis zu 170 Millionen Euro zugesagt. Bedingung für die Unterstützung ist, dass Betriebe in der Existenz gefährdet sind und ihre Erzeugung um mehr als 30 Prozent zurückgegangen ist.

Dürre als Ereignis "nationalen Ausmaßes"

Gerechnet worden war mit bis zu 10.000 betroffenen Höfen. Hilfen erhalten haben bislang knapp 7.000 Landwirte. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Ernteschäden am 22. August 2018 als Ereignis "nationalen Ausmaßes" eingestuft - und erstmals seit 2003 wieder Bundeshilfen wegen einer Dürre zugesagt.

Stand: 19.08.2019, 17:32

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