Eine virtuelle Reise in den Dschungel

Eine virtuelle Reise in den Dschungel

Dieses Jahr werden viele Menschen ihr Fernweh wohl nicht lindern können. Dieter Schonlau und Sandra Hanke nehmen uns trotzdem mit in den Dschungel - zumindest virtuell.

Storchenschnabelliest gehört zu den Eisvögeln

Niemand weiß, wie viele Tier- und Pflanzenarten im Regenwald Zuhause sind. Bekannt ist aber, dass der Storchenschnabelliest im Dschungel lebt. Er wird zu den Eisvögeln gezählt. Die Füße der Vogelart sind klein, ihre Schnäbel dagegen relativ groß.

Niemand weiß, wie viele Tier- und Pflanzenarten im Regenwald Zuhause sind. Bekannt ist aber, dass der Storchenschnabelliest im Dschungel lebt. Er wird zu den Eisvögeln gezählt. Die Füße der Vogelart sind klein, ihre Schnäbel dagegen relativ groß.

Die Baumwipfel von Borneo. Ein Holzplateu wurde 50 Meter über der Erde in eine der Kronen gezimmert. Dort warten Sandra Hanke und Dieter Schonlau darauf, dass ein Orang-Utan ihren Weg kreuzt. "Es ist schwierig, sie zu sehen. Sie sind ständig auf Wanderschaft, hoch oben in den Bäumen."

Eines Abends, es wird gerade dunkel, bewegt sich etwas zwischen den Blättern. Ein Orang-Utan-Weibchen und sein Junges machen im Nachbarwipfel Halt - und errichten dort ihr Nachtlager. "Direkt vor unseren Augen. Das war ein unglaublicher Vertrauensbeweis." Eines der schönsten Erlebnisse, das Dieter Schonlau und Sandra Hanke bisher hatten.

"In der Grundschule erzählte mir ein Lehrer von geheimnisvollen Tieren, die im dichten Dschungel ferner Länder leben", erzählt Sandra Hanke. "Er berichtete von riesigen Brettwurzelbäumen, von denen Lianen herabhingen. Von Blättern so groß wie Elefantenohren. Seitdem war es mein Traum, so etwas mal selbst zu erleben." Den hat sie sich erfüllt und ihr Glück inmitten von Schmetterlingen gefunden.

Dieter Schonlau verdient in Deutschland sein Geld als Konditor. Obwohl er frühes Aufstehen gewohnt ist, tut er sich in Paderborn oft schwer damit. Im Dschungel ist es für ihn dagegen kein Problem, um vier Uhr in der Früh das Zelt oder die Hängematte zu verlassen. "Da ist man aufgeregt und voller Vorfreude auf den Tag."

Das Lager am Fluss erweist sich als praktisch im Dschungel, sagen die Abenteurer. Dort kann man sich waschen, es gibt Trinkwasser und Fische. Die werden dann mit etwas Reis serviert, sagt Dieter Schonlau. Diese Art der Ernährung tue ihm und seiner Frau gut. "Aber manchmal sehnen wir uns abends im Zelt nach einer Scheibe Brot."

"Ich bin dankbar und glücklich, dass Dieter und ich unseren Traum vom Dschungel schon so viele Jahre leben können", sagt Sandra Hanke. Das Paar hat sich vor 33 Jahren in einer Paderborner Diskothek kennen gelernt. Seit 32 Jahren bereisen sie gemeinsam die Regenwälder dieser Welt.

Stand: 01.06.2020, 06:00 Uhr