Dieselfahrverbote: Messverfahren in NRW einwandfrei

Das Diesel-Desaster – Umrüsten, verkaufen, verschrotten?

Dieselfahrverbote: Messverfahren in NRW einwandfrei

  • Kein Fehler beim Messverfahren
  • Stationen korrekt positioniert
  • Untersuchung des TÜV

Alle 49 Messstellen mit Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid in Nordrhein-Westfalen stehen an den korrekten Orten. Dies hat eine Untersuchung des TÜV Rheinland im Auftrag des Landesumweltamtes ergeben, wie am Mittwoch (21.11.2018) bekannt wurde.

Alle EU-Richtlinien eingehalten

"Die Messstellen stehen alle richtig im Sinne der Vorgaben der EU-Luftqualitätsrichtlinie", sagte die Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv). Dies gehe aus einem Zwischenbericht des TÜV hervor, der die Standorte aller 134 Messstellen untersucht hatte. Die Ergebnisse für die übrigen Messstationen erwartet das Landesamt in den kommenden Tagen.

Die Position der Messstationen ist durch eine EU-Verordnung festgelegt: Demnach müssen sie einen Mindestabstand von 25 Metern zur nächsten verkehrsreichen Kreuzung einhalten. Dieser Abstand wurde offenbar in der Vergangenheit nicht immer eingehalten. Unter anderem gab es in Aachen eine fehlerhaft positionierte Station - sie ist mittlerweile nicht mehr in Betrieb.

Hitzige Debatte

Die Debatte um die Messorte hatte zuletzt durch die Anordnung einer Fahrverbotszone für Essen, zu der auch die A40 gehört, an Schärfe zugenommen. Erlaubt sind EU-weit höchstens 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Der Grenzwert war 2017 in NRW an den genannten 49 Messstellen überschritten worden. Für mehrere Städte in NRW haben Gerichte deshalb Fahrverbote für ältere Diesel-Modelle angeordnet, so in Köln, Bonn, Gelsenkirchen und Essen.

Stand: 21.11.2018, 16:55

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