Diesel-Hilfe beschlossen: Was erwartet Fahrer in NRW?

Diesel-Hilfe beschlossen: Was erwartet Fahrer in NRW?

  • Koalitionsausschuss beschließt Diesel-Hilfe
  • Hilfe nur für Diesel-Halter in und um "Intensivstädte"
  • Gehen 350.000 Diesel-Fahrer in NRW leer aus?

Hier geht es zur Diskussion über mögliche Diesel-Hilfen

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich in der Nacht auf Dienstag (02.10.2018) darauf geeinigt, wie sie Besitzer von Diesel-4- und Diesel-5-Fahrzeugen unterstützen wollen. Damit sollen Fahrverbote in besonders schadstoffbelasteten Städten verhindert werden.

Offenbar erwartet die Große Koalition von den deutschen Automobilherstellern Hardware-Nachrüstungen. Außerdem hätten die Hersteller Umtauschaktionen zugesagt. Beides soll in stark belasteten Regionen gelten und damit in 14 "besonders betroffenen Städten" mit hohen Grenzwertüberschreitungen beim Stickstoffdioxid (NO2).

Vier "besonders betroffene Städte" in NRW

In NRW beträfe das derzeit Köln, Düren, Düsseldorf und Bochum. Profitieren sollen auch Bewohner "angrenzender Landkreise" sowie Menschen, die aus beruflichen Gründen in die genannten Städte pendeln.

Diskutiert wurde auch, dass Halter in und nahe besonders belasteter Städte Hilfe erhalten. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) brachte einen 70-Kilometer-Umkreis um die sogenannten "Intensivstädte" ins Spiel.

Wer setzt sich durch im Dieselstreit?

WDR 5 Presseclub | 30.09.2018 | 57:06 Min.

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Keine Hilfe für 350.000 Diesel-Fahrer in NRW?

Auf die Frage, wie viele Diesel mit Euronorm 4 und 5 davon betroffen wären, verwies das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf Zahlen von Anfang 2018. Demnach waren in den 70-Kilometer-Radien um Köln, Düren, Düsseldorf und Bochum am 1. Januar mehr als 1,44 Millionen Diesel 4 und 5 zugelassen. Mehr als 350.000 der insgesamt fast 1,8 Millionen Halter von alten Diesel-Pkw in NRW könnten also leer ausgehen.

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Stand: 02.10.2018, 12:56

Kommentare zum Thema

30 Kommentare

  • 30 Horst Niebling 04.10.2018, 10:03 Uhr

    Was ist mit Transporter und Wohnmobile mit Diesel 5 ? mfg Horst Niebling

  • 29 Staatsdiener 04.10.2018, 09:37 Uhr

    Wieso immer die Autoindustrie? Es waren die Politiker die Euro5 und ihre Normen festlegten und 2012 war Euro 5 die beste Einstufung. Die Industrie kam der politischen Forderung nach. Wenn also eine Umrüstung erfolgen soll dann zu 100% vom Staat finanziert und durchgesetzt werden!

  • 28 Verdummung 04.10.2018, 09:34 Uhr

    Hardwarenachrüstung nur von deutschen Modellen? Radius 70 km und dann sollen nur 350.000 Halter leer ausgehen? Was für eine Lüge! Mal wieder nur der Staatskonzern VW - Audi und Co. würden so gefördert und der dumme bleibt Der Kraftfahrer mir seinem 4 Jahre altem Diesel. Hier entsteht teilweise ein Schaden von über 20.000€ für den Halter ohne Entschädigung!

  • 27 Frank 04.10.2018, 08:33 Uhr

    Ich bin Schwerbehindert und war bisher von den Umweltzonen ausgeschlossen. Wird das so bleiben ? Ich fahre einen Diesel Euro 4.

  • 26 Otto Normaluser 04.10.2018, 07:31 Uhr

    Als ich 2012 meinen Wagen gekauft habe, gab es das Problem noch gar nicht. Euro 4 und alle Medien haben berichtet, dass der Diesel eine gute Lösung für alle sei. Sogar eine rosige Zukunft für Dieselmotoren aufgrund guter Leistungen bei geringem Verbrauch wurde propagiert. Manche Blätter haben sogar den Sinn der Ottomotoren angezweifelt. Heute werde ich fast als Umweltschwein bezeichnet und soll nach dem Willen der Hersteller und Politiker einen Neuwagen kaufen, den ich mir nicht leisten kann. -Auch wenn die tollen Konzerne mir Prämien bieten. Auch wenn man mir 6000 bis 8000 Euro gibt, zahle ich immer noch mindestens 15000 - 20000 Euro aus der eigenen Tasche. Natürlich auf Pump, sonst geht es nicht. Und den alten Wagen in Anzahlung geben? -Natürlich. Aber seit dem Beginn der "Hetzkampagne" ist mein Wagen im Wert dermaßen gefallen, dass ich davon nichts habe. Tja, und da das für mich keine Option ist werde ich wohl mein altes Fahrzeug weiter fahren. Das ist für mich wirtschaftlicher.

  • 25 H.L.G. 03.10.2018, 10:57 Uhr

    Wie kann es sein, dass die Autoindustrie eine Nachrüstung verweigern kann und jetzt der Steuerzahl auch noch deren Betrug zahlt??? Die Hersteller haben uns alle betrogen (Käufer, Steuerzahler und Staaten) und ein ganzes Jahrzenht Milliarden an Euros an Gewinnen damit erwirtschaftet und jetzt dürfen Sie NEIN sagen??? Soetwas gibt es nur in Deutschland. Jedes mittelständische Unternehmen wäre bei einem solchen Betrug sofort pleite - aber VW, Audi und Mercedes glänzen nun mit angeblichen Preisnachlässen von bis zu € 10.000,00 als Prämie - das ist lächerlich! Diese Prämien und angeblichen Preisnachlässe wurden schon lange verdient und vermutlich schon in den letzten Preissteigerungen mit einkalkuliert! Wie unsere Regierung sich nur so "kaufen" lassen kann, ist unverständlich - da müssen Köpfe rollen und zwar in der Industrie und in der Politik. Frau Merkel - das war ein toller Deal, wie viel haben Sie dafür bekommen - neuen Audi A8 6.0 TDI Vollausstattung als Dienstwagen???

  • 24 C. Klausing 02.10.2018, 22:00 Uhr

    Was ist denn mit Euro3-Dieseln? Von ausländischen Herstellern? In einer "falschen" Stadt NRWs wohnend noch dazu… guck ich halt in die Röhre! Vielen Dank für gar nix! :-/ PS. Hab meinen kleinen "Stinker" sogar wieder durch den TÜV gekriegt und werde ihn auch weiter fahren. Selbst wenn ich eine Prämie bekäme, wäre diese zu niedrig und ich wüsste momentan auch nicht, was für ein Auto ich mir kaufen sollte. Diesel nicht mehr. Benziner ist dann in wenigen Jahren "verboten" und 'ne E-Karre ist zu teuer und ich kann als Laternenparker nirgends vernünftig laden. Fahr ich halt meinen weiter *seufz*.

  • 23 tolle Wurst 02.10.2018, 18:47 Uhr

    Ich finde es äußerst ungerecht, dass nur eine begrenzte Zahl von Mitbürgern von einer Prämie profitieren und der Rest in die Röhre guckt. Man sollte das Geld lieber darauf verwenden die "Intensivstädte" vom Verkehr zu entlasten. Das ist wieder eine typische Lobyentscheidung zum Wohle der "heiligen Kuh" Autoindustrie

  • 22 Gassmann 02.10.2018, 18:11 Uhr

    Was soll das ganze.Diesel 6 ist nicht sauberer als 4+5.

  • 21 Wolli 02.10.2018, 17:37 Uhr

    was für eine Blamage der Politiker. Für dieses mickerige Ergebnis haben sie so eine lange Zeit gebraucht. Ein "normaler" Arbeitnehmer dürfte sich so etwas nicht erlauben. Als Fahrer eines noch extra als umweltfreundlich ausgelobten Euro 5 mit Blue- Line- Technik fühle ich mich derart verarscht. Und nicht mal an diesen sogenannten Kompromiss wollen sich die Autobauer halten. Da kommt die Ankündigung der Bahn mit den beabsichtigten Streckensperrungen ja gerade recht. Ein Schelm, der böses dabei denkt: seht her, liebe Autofahrer, Ihr habt ja sowieso keine Alternative. Man hat den Eindruck, dass unsere Politiker nicht mehr wiedergewählt werden wollen.

  • 20 Na Bravo 02.10.2018, 17:20 Uhr

    Als Diesel-Fahrer aus einer Region außerhalb der 14 genannten Städte werde ich also weder in die größeren Städte fahren dürfen, noch wird mir ein Angebot zur Nachrüstung oder ein entsprechendes vergünstigtes Angebot beim Neuwagenkauf unterbreitet. Ich bleibe also zu 100% auf dem Wertverlust meines Autos sitzen. Ganz toll.

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