Kohlegegner demonstrieren in Lützerath

Großdemo am Tagebau Garzweiler Aktuelle Stunde 31.10.2021 35:39 Min. UT Verfügbar bis 31.10.2022 WDR Von Birgitta Bäck

Kohlegegner demonstrieren in Lützerath

Kohlegegner haben in Lützerath gegen den Tagebau protestiert. Bereits am Morgen entrollten sie ein riesiges Banner. Hunderte Aktivisten stürmten den Tagebau.

Mehrere Tausend Menschen sind am Sonntag nach Erkelenz - Lützerath gekommen, um gegen den Abriss der kleinen Ortschaft zu protestieren. Fridays for Future, Greenpeace und andere Gruppen hatten dazu aufgerufen.

Alrun Hoffmann und ihre Freunde sind über zwei Stunden aus Siegen angereist

Alrun Hoffmann und ihre Freunde sind über zwei Stunden aus Siegen angereist

Die Teilnehmer zogen friedlich mit Plakaten, Bannern und lauter Musik über die Felder Richtung Tagebau Garzweiler II. Dabei löste sich die Gruppe des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" vom Demozug und drang auf das RWE-Gelände ein. An der etwa 50 Meter hohen Abbruchkante des Tagebaus blieben sie stehen. Die Polizei konnte mit einem Großaufgebot eine Baggerbesetzung verhindern, bleibt aber noch bis in den Abend hinein im Einsatz. RWE hat aus Sicherheitsgründen den Bagger gewendet und abgeschaltet.

Hof-Abriss wird vor Gericht entschieden

Bagger reißen ein Haus ein

In Lützerath sollen Gebäude dem Tagebau weichen. Allerdings hat der Energiekonzern RWE angekündigt, vorerst auf Abrissarbeiten zu verzichten. Man wolle zunächst eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Münster abwarten. Das Gericht soll über die Rechtmäßigkeit eines Hof-Abrisses entscheiden. In Lützerath halten sich seit Wochen junge Aktivisten in einem Camp und Baumhäusern auf.

Greenpeace zieht "Feuerlinie"

Mit einem roten Banner und einer "Feuerlinie" demonstriert Greenpeace vor einem Bauernhof in Lützerath gegen den Braunkohletagebau Garzweiler.

Mit einem roten Banner und einer "Feuerlinie" hat Greenpeace am Sonntagmorgen in Lützerath demonstriert

Bereits am Sonntagmorgen hatten Kohlegegner mit einem 150 Meter langen Banner mit der Aufschrift "1,5 Grad-Limit" und einem Feuer gegen den geplanten Abriss protestiert. Die "Feuerlinie" entlang des Banners stehe für die 1,5-Grad-Grenze bei der Klimaerwärmung, teilte Greenpeace mit. Die Aktion sei friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit.

Kohlegegner demonstrieren in Lützerath

5000 Menschen protestieren nach Angaben der Veranstalter am Tagebau Garzweiler gegen den geplanten Abriss der Dörfer.

Die "Feuerlinie" vor einem Bauernhof in Lützerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler.

Mit einer "Feuerlinie" hat Greenpeace am Sonntagmorgen vor einem Bauernhof in Lützerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler demonstriert.

Mit einer "Feuerlinie" hat Greenpeace am Sonntagmorgen vor einem Bauernhof in Lützerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler demonstriert.

Alrun Hoffmann (weißes Shirt) und ihre Freunde sind über zwei Stunden aus Siegen angereist.

Der Demonstrationszug bewegt sich entlang des Tagesbaus.

Mehrere hundert Mitglieder von "Ende Gelände" haben sich der Demonstration angeschlossen.

Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

Auch auf vier Beinen wird demonstriert.

Begleitet von zahlreichen Einsatzkräften geht es weiter in Richtung Jackerath.

Stand: 31.10.2021, 17:52

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