Deliveroo stellt Deutschland-Geschäft ein

Deliveroo stellt Deutschland-Geschäft ein

  • Lieferdienst stellt Dienst ein
  • Deliveroo konnte sich in Deutschland nie durchsetzen
  • Fahrer sollen Abfindung bekommen

Der Essenslieferdienst Deliveroo stellt Ende dieser Woche seinen Dienst in Deutschland ein. Das britische Unternehmen begründet die Entscheidung damit, dass es sich auf andere Märkte konzentrieren wolle.

Damit wird der Markt für Essenslieferdienste in Deutschland deutlich übersichtlicher. Schon vor einem Jahr hatte Deliveroo sich aus einigen Städten zurückgezogen, darunter aus Dortmund, Essen und Bonn. Die Fahrer mit ihren türkisfarbenen Rucksäcken sind im Moment nur noch in fünf deutschen Städten unterwegs.

Deliveroo konnte sich nicht durchsetzen

Jetzt überlässt das britische Unternehmen der orangefarbenen Konkurrenz von Lieferando komplett das Feld. Vor wenigen Monaten hatte der Mutterkonzern von Lieferando, das niederländische Unternehmen Takeaway.com, bereits das Deutschlandgeschäft der Berliner Firma Delivery Hero übernommen, dazu zählen die Plattformen Pizza.de, Lieferheld und Foodora. Sie alle laufen jetzt unter dem Namen Lieferando.

Deliveroo konnte sich auf dem hart umkämpften deutschen Markt nie richtig durchsetzen. Im Rennen um Marktanteile blieb das britische Unternehmen deutlich hinter Delivery Hero und Takeaway.com zurück. Das lag auch daran, dass Deliveroo deutlich weniger Geld für Werbung ausgab als die Konkurrenz.

Fahrer sollen Abfindung bekommen

Zudem stand das Unternehmen wegen der Arbeitsbedingungen seiner Fahrer immer wieder in der Kritik. Anders als beim Konkurrenten Lieferando sind die Fahrer von Deliveroo nicht fest angestellt, sondern arbeiten offiziell als selbstständige Unternehmer. Sie bekommen also kein festes Gehalt sondern werden nur pro Auftrag bezahlt. Das Unternehmen kündigte an, ihnen Abfindungen zu zahlen.

Über Lieferdienste wie Deliveroo und Foodora können Kunden fertige Gerichte von verschiedenen Partner-Restaurants bestellen. Die Fahrer holen sie auf Bestellung bei den Restaurants ab und liefern sie per Fahrrad, Motorroller oder Auto aus. Dafür erhalten die Unternehmen eine Provision der Restaurants.

Stand: 12.08.2019, 15:56

Aktuelle TV-Sendungen