Datenpanne beim Essener Jobcenter

Das Jobcenter Essen Süd

Datenpanne beim Essener Jobcenter

  • Datenpanne beim Jobcenter Essen
  • Hunderte Kundendaten in fremden Händen
  • Vorfall wurde Landesregierung gemeldet

Im Jobcenter der Stadt Essen hat es eine Datenpanne gegeben. Persönliche Daten hunderter Kunden gerieten beim Versenden von Hartz-IV-Bescheiden im Januar in Fremde Hände. Schuld sei ein Softwarefehler gewesen, so das Jobcenter am Dienstag (29.01.2019) auf WDR-Anfrage.

Briefe enthielten Daten anderer Kunden

Weil der Hartz-IV-Regelsatz in diesem Jahr gestiegen ist, hat das Jobcenter Anfang des Monats nötig gewordene Änderungsbescheide verschickt. Einigen lag eine Bescheinigung zur Befreiung vom Rundfunkbeitrag bei.

In den Vordrucken fanden die Empfänger aber nicht ihre eigenen Daten, sondern die von anderen Hartz-IV-Empfängern aus Essen. Unter anderem Name, wie viel Geld sie erhalten und ihre Krankenkasse. Wie das Essener Jobcenter mitteilte, gehe es um rund 1.500 fehlerhafte Bescheide.

Datenpanne beim Jobcenter Essen

00:40 Min.

Vorfall der Landesregierung gemeldet

Grund für die Panne sei ein Programmfehler der Berechnungssoftware, so das Jobcenter. Der Versand weiterer eventuell betroffener Briefe wurde sofort gestoppt und der Vorfall der Landesregierung gemeldet. Ein Betroffener hatte das Jobcenter auf den Fehler aufmerksam gemacht.

Stand: 29.01.2019, 11:25

Kommentare zum Thema

9 Kommentare

  • 9 Jürgen Junginger 30.01.2019, 12:29 Uhr

    Das ist doch schon original Orwell-Sprech: Der Fehler ist schuld und nicht der Verursacher!

  • 8 Dilif Kilic 30.01.2019, 08:21 Uhr

    In dem Amt arbeiten nur unwissende Menschen... Nur !!! Ganz ehrlich, verwundert mich nicht .... Da passieren nur Pannen und alle schauen zu. Wird nichts passieren und sich nichts ändern.

  • 7 R.H. 30.01.2019, 01:31 Uhr

    Soviel zum Datenschutz beim jobcenter und anderen Behörden. Können Betroffene die eigentlich verklagen?

  • 6 Jürgen Junginger 30.01.2019, 00:18 Uhr

    Das ist ja purer Orwell-Sprech: Der Fehler ist Schuld - vom Verursacher ist nicht die Rede?

  • 5 D.B.Cooper 29.01.2019, 23:59 Uhr

    In Deutschland braucht man sich mittlerweile über gar nichts mehr wundern...von unfähigen Leuten regiert, was will man da erwarten? Schlimm daß derart unfähige Staatsdiener auf des Bürgers Rücken fette Gehälter einsacken, während der in Not geratene Bürger mit Almosen abgespeist wird...

  • 4 DSB2018 29.01.2019, 23:14 Uhr

    Sämtliche Mitarbeiter inklusive den zuständigen Datenschutzbeauftragten vor die Tür setzen. Unglaublich was für Leute heutzutage in Behörden arbeiten dürfen.

  • 3 hø'ø 29.01.2019, 21:23 Uhr

    Testen die ihre Software vorher gar nicht? Der Fehler hätte eigentlich beim allerersten Test schon auffallen müssen. Aber ist wohl die Folge agiler Entwicklungsmethoden - schnell, schnell, und viele Meetings. Zum Testen bleibt keine Zeit.

    Antworten (1)
    • Marvin 30.01.2019, 07:09 Uhr

      Ich glaube eher es handelt sich um einen Bedienugsfehler. Es muss ja nicht immer an fehlerhafter Software liegen, hier wurde anscheinend die gleiche Software wie vorher benutzt, aber sie kam entweder nicht mit neuen Datenangaben klar, oder es wurde falsch eingegeben.

  • 2 Lebensunwerter Untermensch 29.01.2019, 19:59 Uhr

    Was will man erwarten ?

    Antworten (1)
    • D.B.Cooper 30.01.2019, 01:48 Uhr

      Von der unfähigen Regierung und ihren Handlangern kann man nichts anderes erwarten...

  • 1 Geschädigte 29.01.2019, 17:25 Uhr

    Das nenn ich mal Kompetenz.

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