NRW plant Datenbank für Nutztier-Gesundheit

Schwein auf Wiese

NRW plant Datenbank für Nutztier-Gesundheit

  • NRW-Umweltministerium will Gesundheit von Nutztieren erfassen
  • Datenbank soll als "Frühwarnsystem" dienen
  • Start für Anfang 2020 vorgesehen
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Das NRW-Umweltministerium plant einem Zeitungsbericht zufolge eine zentrale Datenbank zur Gesundheit von Nutztieren. Sie soll Angaben der Amtstierärzte, Schlachtbefunde und später auch Ergebnisse aus Eigenkontrollen der Tierhalter enthalten, wie die Essener "NRZ" am Montag (19.08.2019) berichtet.

Detailiertes Konzept kommt im Herbst

Das Ministerium erachte die Datenbank als "Frühwarnsystem zur Verbesserung der Tiergesundheit", hieß es. Erste Elemente sollen 2020 bereitstehen. "Die Datenbank befindet sich derzeit in der Entwicklung", zitierte die Zeitung eine Ministeriumssprecherin.

Ein detailliertes Konzept soll dem Bericht zufolge in diesem Herbst vorgelegt werden. Weil große Informationsmengen zu Millionen von Nutztieren wie Kühen und Schweinen im Bundesland aus unterschiedlichen EDV-Systemen unter den Vorgaben des Datenschutzes zusammengeführt würden, sei der Aufbau der Datenbank nicht einfach.

BUND sieht lediglich "Prozessoptimierung"

Ralf Bilke, Agrarexperte des Umweltverbandes BUND, hält die geplante Zusammenführung der Daten für "eine Art Prozessoptimierung, nicht weniger und nicht mehr". Anderweitig gebe es weiter große Defizite. So sei die Arbeitsbelastung der Amtstierärzte viel zu hoch und die Kontrolldichte bei der Überprüfung der Ställe zu niedrig.

Verständnis für Kühe - ein Landwirt geht neue Wege in der Milchwirtschaft Tiere suchen ein Zuhause 30.06.2019 05:07 Min. UT Verfügbar bis 30.06.2020 WDR

Stand: 18.08.2019, 19:33

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3 Kommentare

  • 3 Anonym 15.09.2019, 22:25 Uhr

    Zu Kommentar 1: alles was die letzten Jahre von Richtung Tierschützer gekommen ist, hat den Tieren letztendlich geschadet (Schwanzbeissen, hochgradige Entzündungen durch Verzicht auf antibiotische Behandlungen....) Zu Kommentar 2: Pestizide gibt es nicht, der Begriff ist eine Erfindung von Greenpeace, auch die angeblich höhere Belastung in Fleisch würde nie wissenschaftlich belegt. Vielmehr ist es so, dass in den Krankenhäusern immer mehr Kleinkinder mit hochgradigen Mangelerscheinungen auftauchen, weil die Eltern Sie vegan ernähren. Die Gesundheitsrisiken bestehen, allerdings nur bei zu viel Fleischkonsum. Ich esse gerne Fleisch, aber nicht jeden Tag und in Maassen. Wer vegetarisch oder vegan leben möchte, soll dies bitte tun, ich respektiere das und habe nichts dagegen. Dasselbe erwarte ich aber auch von den Veganern, und nicht, dass sie mit Unwahrheiten versuchen, alle anderen zu bekehren

  • 2 Antonietta 20.08.2019, 08:33 Uhr

    Menschen, die tierische Produkte konsumieren, tragen ein 40 Prozent höheres Risiko, an Krebs zu erkranken sowie ein erhöhtes Risiko für viele weitere Krankheiten einschließlich Schlaganfall, Fettleibigkeit, Blinddarmentzündung, Osteoporose, Arthritis, Diabetes und Lebensmittelvergiftung. Hinzu kommt, dass Fleisch Ansammlungen von Pestiziden und anderen Chemikalien enthält, die bis zu 14 mal konzentrierter sind als in pflanzlichen Lebensmitteln.

  • 1 Antje Duell 19.08.2019, 20:37 Uhr

    Es wäre wünschenswert wenn sich das Ministerium Gedanken über die Lebensbedingungen unserer sogenannten Nutztiere machen würde. Da sehe ich durchaus großen Handlungsbedarf. Folge von guter Tierhaltung ist auch die Verbesserung der Tiergesundheit. Alles andere ist leider inakzeptabel.

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