NRW-Polizei erhält Dashcams

Dashcam an Windschutzscheibe eines Autos

NRW-Polizei erhält Dashcams

  • NRW-Autobahnpolizei erhält Kameras aufs Armaturenbrett
  • Ziel: Rettungsgassen-Verweigerer aufzeichnen
  • Bis zu 280 Euro Strafe für Blockierer

Die Autobahnpolizei in Nordrhein-Westfalen wird mit sogenannten Dashcams ausgestattet, um Rettungsgassen-Verweigerer zu überführen. Das hat das NRW-Innenministerium am Montag (16.04.2018) mitgeteilt.

Die hochauflösenden Kameras werden hinter der Windschutzscheibe platziert. Sie sollen künftig Fälle dokumentieren, in denen Autofahrer besonders hartnäckig die Rettungsgasse verweigern, um dies besser ahnden zu können.

Bis zu 280 Euro Bußgeld

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will die Kameras am Mittwoch (18.04.2018) in Mönchengladbach vorstellen. Der Begriff Dashcam kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt: Armaturenbrettkamera.

Rechte Hand einer Polizistin demonstriert eine Faustregel zum Bilden einer Rettungsgasse

Rettungsgasse: Lücke zwischen Daumen und Zeigefinger

Seit Ende 2017 drohen Autofahrern, die Einsatzkräfte blockieren, bis zu 200 Euro Strafe. Gefährdet ein Autofahrer andere, drohen sogar 280 Euro Bußgeld samt Fahrverbot. Beim Bilden einer Rettungsgasse gilt die sogenannte Daumenregel der rechten Hand: Autos auf der linken Spur fahren nach links, alle anderen Autos auf den rechten Spuren - auch jene auf der Mittelspur - nach rechts.

Normale Kameras: Nur Eigensicherung

Alle Polizeiautos in NRW sind schon seit langer Zeit mit Kameras ausgestattet. "Diese dienen aber nur zur Eigensicherung der Beamten und werden bei Alarmfahrten eingeschaltet", sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag (17.04.2018) dem WDR.

In Fahrzeugen der Autobahnpolizei werden demnach nun zusätzlich Dashcams eingebaut, die in der Lage sind, auch Kennzeichen zu erfassen.

Stand: 17.04.2018, 12:27