Corona: NRW-Regierung schließt Spielplätze, Schwimmbäder und Restaurants

Ein leeres Schwimmbecken.

Corona: NRW-Regierung schließt Spielplätze, Schwimmbäder und Restaurants

  • Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote sowie Gastronomie eingestellt
  • Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien bleiben geöffnet
  • Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten

Die Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Seit dem 17. März 2020 sind die Spiel- und Bolzplätze in NRW geschlossen.

Die Regierung fühlte sich nach Aussage von Familienminister Joachim Stamp (FDP) zu diesem Schritt gezwungen, weil sich viele Eltern nicht an die Vorschrift hielten, alle möglichen sozialen Kontakte zu vermeiden. "Die Botschaft ist bei den Eltern immer noch nicht angekommen", so Stamp.

Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums

Schon am 15. März 2020 waren durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt worden. Bereits ab Montag mussten alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Dieselbe Regelung gilt für Bordelle.

Ab dem 17. März wurde dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Das gleiche gilt für Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die für Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Bundesweite Restaurantschließungen, strenge Auflagen für Hotels

Der Zutritt zu Einrichtungshäusern, Einkaufszentren und Factory-Outlets ist nur noch zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt. Nicht zuletzt auch, um zu vermeiden, dass sich Schüler dort nach den Schulschließungen in größeren Gruppen versammeln.

Restaurants, Cafés und Gaststätten müssen seit seit dem 23. März 2020 bundesweit schließen, Lieferungen von Gerichten sind aber erlaubt. Hotelübernachtungen sind nur noch zu geschäftlichen Zwecken möglich, nicht mehr zu touristischen. In Köln gibt es seit dem 19.03.2020 ein Grill- und Shisha-Verbot auf öffentlichen Plätzen.

Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten

Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Geld, Bekleidung und Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt ist, bleiben Banken, Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebensmittel, Apotheken und Drogerien geöffnet.

Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April 2020 gelten, analog zu den bereits verfügten Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen. Danach soll auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entschieden werden, hieß es in Düsseldorf.

Stand: 23.03.2020, 10:05

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