Mitmachen beim Börsenboom - Tipps für Einsteiger

Der Handelssaal der Frankfurter Börse mit Blick auf die Dax-Kurve und verschiedenen Monitoren.

Mitmachen beim Börsenboom - Tipps für Einsteiger

Von Sebastian Moritz

Deutschland ist im Aktienfieber. Aktuell gibt es so viele Einsteiger und Aktienbesitzer wie seit 20 Jahren nicht. Und sie alle hoffen in Zeiten niedriger Zinsen auf hohe Rendite. Hier gibt es Tipps für Einsteiger.

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts gab es in Deutschland im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Aktienbesitzer. Das sind 2,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr. Besonders groß war der Anstieg bei den unter 30-Jährigen. Hier stieg der Anteil um knapp 70 Prozent auf fast 600.000.

Während Restaurants und Geschäfte geschlossen waren und Urlaube ausfallen mussten, nutzten viele Menschen Zeit und Geld, um sich mit Aktien, Fonds und ETFs zu beschäftigen, so das Aktieninstitut. Hinzu kommen die historisch niedrigen Zinsen und so genannte Trading-Apps, die Anlegerinnen und Anlegern das Handeln an der Börse besonders leicht machten.

Welche Aktien eignen sich für den Einstieg?

Wichtig ist es, das Risiko möglichst breit zu streuen. Wer Aktien eines einzelnen Unternehmens kauft, ist stark davon abhängig, wie sich dieses Unternehmen entwickelt. Gerade für Einsteiger eignet sich daher ein Mix aus Aktien verschiedener Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern.

Der Vorteil: Läuft es in einer Branche schlecht, gleichen andere Branchen das möglicherweise wieder aus. Dabei können Investoren zwischen aktiv gemanagten Investmentfonds und so genannten Exchange-Traded Funds – kurz ETFs – wählen.

Bei einem Investmentfonds gibt es ein Management, das gezielt Aktien kauft und verkauft. Dafür zahlen die Anleger einer Gebühr, die in der Regel pro Jahr bei 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens liegt. ETFs hingegen bilden einen Aktienindex ab (zum Beispiel den Deutschen Aktienindex), hier gibt es kein Fondsmanagement, die Kosten sind daher deutlich geringer.

#14 Diese Aktien-Anfängerfehler musst Du unbedingt vermeiden

Economista 02.05.2021 24:33 Min. Verfügbar bis 02.05.2022 WDR Online


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Mit welcher Rendite ist an der Börse zu rechnen?

Wer Aktien kauft, muss geduldig sein. Kurzfristige Kursanstiege gehören genauso dazu wie drastische Rückgänge – teilweise um bis zu 50 Prozent. Doch in der Vergangenheit hat sich diese Geduld gelohnt.  Der Wert der weltweiten Aktienmärkte hat sich in den vergangenen 20 Jahren etwa vervierfacht.

Die Erträge eines breit gestreuten Aktiendepots waren nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW langfristig gesehen jährlich um vier Prozent höher als bei Spar- und Tagesgeldkonten. Trotzdem gilt: Der Blick zurück ist keine Garantie für die Zukunft. Gerade wer das Geld kurzfristig braucht, muss Verluste einkalkulieren.

Wie viel Geld sollten Einsteiger mitbringen?

Der Schritt an die Börse ist auch ohne das große Geld möglich. Am bequemsten ist das Investieren über so genannte Sparpläne. Das Prinzip: Vergleichbar mit einem Dauerauftrag fließt jeden Monat eine gewisse Summe in einen zuvor ausgewählten ETF. Einige Direktbanken bieten solche Sparpläne schon ab einem Euro im Monat an

Stand: 24.03.2021, 06:00

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