Coronavirus: Das sollten Sie wissen

Mikroskop-Aufnahme des Viruses

Coronavirus: Das sollten Sie wissen

  • Derzeit keine Mutation des Coronavirus feststellbar
  • Besonders für Ältere und Kranke ist das Virus gefährlich
  • WHO warnt vor "massiver Infodemie"

Hat sich das Coronavirus schon verändert?

Die Möglichkeit, dass sich Viren genetisch verändern, besteht laut Robert-Koch-Institut (RKI) immer. Ob das beim Coronavirus schon passiert ist, darüber gibt es derzeit keine gesicherten Erkenntnisse. Mutationen verändern laut RKI aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin hält es für unwahrscheinlich, dass das Coronavirus gleichzeitig ansteckender und gefährlicher werde. Darauf ließe die Beobachtung verwandter Viren schließen, sagte er der "Zeit".

Für wen ist das Coronavirus besonders gefährlich?

An der Einschätzung der Virologen und Experten hat sich nichts geändert: Besonders gefährlich ist das Virus für ältere Menschen, Kinder und solche, die bereits an einer Vorerkrankung leiden. Die zehn Menschen in Deutschland, die sich bislang mit dem Virus infiziert haben, sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden allesamt in guter Verfassung. Laut Angaben des RKI vom Freitag (07.02.2020) wurden weltweit bisher mehr als 30.000 Fälle von Corona-Infektionen gemeldet, über 600 davon endeten tödlich. In Deutschland gibt es 14 bestätigte Infektionen.

Coronavirus: Sind die NRW-Krankenhäuser gut gerüstet?

WDR 5 Morgenecho - Interview 03.02.2020 05:56 Min. Verfügbar bis 02.02.2021 WDR 5

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Wie kommen die offiziellen Zahlen zustande? Wie glaubwürdig ist die chinesische Informationspolitik?

Die Zahlen, die das Robert-Koch-Institut veröffentlicht, haben nach Angaben des Instituts einen "Überprüfungsprozess" durchlaufen. Sie sind entweder von der Weltgesundheitsorganisation WHO oder von der Regierung des betroffenen Landes als korrekt eingestuft worden.

Die Kommunistische Partei in China rief nach dem Ausbruch der Krankheit die lokalen Behörden über das soziale Netzwerk "Weibo" zu "Offenheit" auf. Wer Infektionen in seiner Region vertusche oder seine eigenen politischen Interessen über die Gesundheit des Volkes stelle, müsse mit schweren Strafen rechnen. Wie verschiedene ausländische Medien berichteten, wurde dieser Appell nach kurzer Zeit wieder aus dem Internet gelöscht.

Die WHO warnte am Sonntag (02.02.2020) vor einer Flut an Fehlinformationen, die im Internet kursierten. Der aktuelle Virus-Ausbruch sei von einer "massiven Infodemie" begleitet worden.

Corona-Virus: "Quarantäne-Betroffene sind gelassen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 03.02.2020 04:01 Min. Verfügbar bis 02.02.2021 WDR 5

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Stand: 03.02.2020, 10:35

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