#infodemie: Fake-News über das neue Coronavirus

Test für das neue Virus 2019-nCov

#infodemie: Fake-News über das neue Coronavirus

  • Das neue Coronavirus breitet sich weiter aus
  • Immer mehr Falschmeldungen kursieren in den Sozialen Medien
  • Wie kann man sie erkennen und wer verbreitet sie?

Egal, wie seriös über das neue Coronavirus berichtet wird - im Netz gibt es mittlerweile zahlreiche Falschmeldungen. So zirkuliert etwa das Gerücht, Erkrankte würden sich in lebende Tote verwandeln und wie Zombies benehmen.

Die WHO spricht von einer "massiven Infodemie" - und hat eine Aufklärungskampagne in den sozialen Medien gestartet. Darin stellt sie klar, weder Knoblauch noch der Rauch von Feuerwerk helfen gegen das neue Coronavirus. Auch die Annahme von Post aus China sei ungefährlich.

Drei Kategorien von Falschmeldungen

Die Journalistin Karolin Schwarz, die auch für die ARD als Fakten-Checkerin arbeitet, teilte die Falschmeldungen am Dienstag (04.02.2020) im WDR5-Morgenecho in drei Kategorien ein.

Erstens gehe es häufig um die angebliche Übertragung der Krankheit: "Da gibt es Videos, die oft stereotype und rassistische Darstellungen über Chinesen und deren Lebens- und Essgewohnheiten bedienen."

#infodemie: Fake-News rund um das Corona-Virus

WDR 5 Morgenecho - Interview 04.02.2020 06:15 Min. Verfügbar bis 03.02.2021 WDR 5

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Gesundheitsschädliche Tipps

Zweitens gebe es Fake-News zum Verlauf der Krankheit und zu Dingen, die man tun kann, um sich nicht anzustecken. So würden auch chemische Mittel wie Chlordioxid empfohlen, die aber gesundheitsschädlich seien.

Drittens werde der Ursprung der Krankheit falsch dargestellt - und beispielsweise behauptet, das neue Coronavirus sei als Biowaffe entwickelt worden.

Urheber schwer feststellbar

Die Verschwörungstheorien beschränken sich laut Karolin Schwarz nicht nur auf Plattformen wie Facebook oder Youtube, sondern breiten sich auch bei Messenger-Diensten wie WhatsApp aus.

Die Urheber solcher Meldungen seien oft schwer feststellbar. Es gebe aber Urheber, die versuchten, finanziell oder politisch, Kapital zu schlagen. "Beispielsweise gibt es Impfgegner, die behaupten, es würde künstlich eine Panik erzeugt, um Impfstoffe zu verkaufen." Andere wollten Wunderheilmittel verkaufen.

Eigen-Recherche macht schlau

Wer wissen will, ob er es mit einer falschen Information zu tun hat, dem empfiehlt die Journalistin grundsätzlich: "Wenn man emotionalisierende Dinge im Sozialen Medien sieht, sollt man erstmal durchatmen, bevor man etwas weiterverbreitet."

Eigenrecherche könne für einen klaren Blick sorgen: Viele Behauptungen seien schon von Faktencheckern überprüft worden. "Danach kann man googeln oder die Suchmaschine seiner Wahl benutzen."

Auch das Bundesgesundheitsministerium, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut haben Antworten auf häufige Fragen auf ihren Seiten im Netz.

Stand: 04.02.2020, 12:42

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