Auf verschiedenen Corona Modellen stehen die neuen Namen der Coronavirus Varianten, angelehnt an das giechische Alphabet.

Corona ist noch lange nicht vorbei - WHO beobachtet neue Varianten BA.4 und BA.5.

Stand: 14.04.2022, 06:00 Uhr

Beim Coronavirus sind zwei neue Untervarianten aufgetaucht. Wie gefährlich BA.4 und BA.5. sind, ist derzeit noch offen - die Untersuchungen laufen.

Die meisten sind sowas von corona-überdrüssig. Doch vorbei ist die Pandemie noch lange nicht. Im Gegenteil. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält für das Virus die höchste Warnstufe aufrecht - und hat zugleich neue Varianten im Blick.

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Delta und Omikron sind laut WHO-Notfalldirektor Mike Ryan nach wie vor "besorgniserregende Varianten". Bei Omikron schließt dies mehrere Linien ein, darunter die jüngst aufgetauchten BA.4 und BA.5.

Was ist über BA.4 und BA.5 bekannt?

Bislang noch nicht viel. Beide Varianten wurden nach Angaben der WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove in Südafrika und in einigen europäischen Ländern nachgewiesen. Sowohl BA.4 als auch BA.5 wiesen teils andere Charakteristika als andere Omikron-Varianten auf.

Wie ist der aktuelle Stand?

Spezialisten untersuchen laut WHO, ob BA.4 und BA.5 sich schneller als andere Virus-Linien ausbreiteten, ob sie sich im Hinblick auf den Krankheitsverlauf von anderen unterscheiden und wie Impfstoffe dagegen wirken. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass mit BA.4 oder BA.5 infizierte Menschen einen schwereren Krankheitsverlauf haben, sagte van Kerkhove.

Ist diese Einschätzung schon hieb- und stichfest?

Nein. Laut van Kerkhove sind erst weniger als 200 Sequenzierungen dieser Untervarianten in die Datenbank der WHO hochgeladen worden. Van Kerkhove rief die Länder auf, die Entwicklung von Varianten weiter genau zu überwachen.

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Was treibt die Fachleute bei der WHO um?

Angesichts der neuen Coronavirus-Untervarianten ist die WHO besorgt, dass Länder weniger testen. "Wir müssen dieses Virus in jedem einzelnen Land genau verfolgen", sagte WHO-Notfalldirektor Mike Ryan in Genf. Das Virus verändere sich ständig, neue Entwicklungen müssten so früh wie möglich entdeckt werden. "Wir können es uns nicht leisten, das Virus aus den Augen zu verlieren." Es wäre sehr kurzsichtig zu denken, dass das Risiko einer Ansteckung wegen weniger gemeldeter Infektionen zurückgegangen sei.

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