Laschet: "AfD gehört nicht ins Parlament"

Archivbild Porträt Alice Weidel, Mitglied im Bundesvorstand der Partei Alternative für Deutschland (AfD), spricht am 29.02.2016 auf einer Pressekonferenz in Mainz (Rheinland-Pfalz)

Laschet: "AfD gehört nicht ins Parlament"

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Sonntag (10.09.2017) vor der AfD gewarnt. Hintergrund ist eine Demokratie-verachtende E-Mail, die angeblich von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel stammen soll.

Wenn er lese, dass eine führende Person der AfD davon rede, "Marionetten der Siegermächte" des Zweiten Weltkriegs seien an der Regierung, sei das ein "Skandal", sagte Laschet am Sonntag bei einem CDU-Wahlkampfauftritt im westfälischen Delbrück. "Nach 60 Jahren solchen Hass noch in die Bevölkerung zu streuen, das verdient eine klare Antwort: Das hat nichts mit konservativ zu tun, das sind Rechtsradikale - und die gehören nicht ins Parlament."

Die AfD bestreitet in Weidels Namen, dass sie die Autorin der betreffenden Mail ist. Diese sei "eine Fälschung". Die "Welt am Sonntag" berichtet jedoch, ihr liege eine eidesstattliche Versicherung des Mail-Empfängers vor. Er sei ein früherer Bekannter von Alice Weidel.

Stand: 10.09.2017, 17:41