Sitzverteilung im Parlament

Sitzverteilung im Parlament

Wahl-Lexikon

Das Ergebnis der Bundestagswahl wird mit Hilfe des Verfahrens nach Sainte-Lague/Schepers (vgl. Sainte-Lague/Schepers-Verfahren) in eine Sitzverteilung umgerechnet. Nach dem Grundsatz der Verhältniswahl wird dabei die Abgeordnetenzahl proportional unter den Parteien aufgeteilt, die die Fünf-Prozent-Hürde (vgl. Fünf-Prozent-Hürde) übersprungen haben.

Wie viele Mandate eine Partei gewinnt, richtet sich nach ihrem bundesweiten Zweitstimmenanteil (vgl. Zweitstimme). Von der errechneten Sitzzahl einer Partei werden ihre gewonnenen Direktmandate (vgl. Direktmandat) abgezogen. Die restlichen Mandate werden dann über ihre Landeslisten (vgl. Landesliste) vergeben. Wer in einem Wahlkreis (vgl. Wahlkreis) ein Direktmandat (vgl. Direktmandat) gewinnt, zieht auf jeden Fall in den Bundestag ein - unabhängig davon, ob auch seine Partei den Einzug ins Parlament schafft.