Sainte-Lague/Schepers-Verfahren

Sainte-Lague/Schepers-Verfahren

Wahl-Lexikon

Bereits seit den 1980er Jahren wird das Verfahren auf Vorschlag des Physikers und Bundestagsverwaltungsmitarbeiters Hans Schepers für die Berechnung der Sitzverteilung in den Ausschüssen verwendet, die nach der Geschäftsordnung des Bundestages im Verhältnis der Stärke der einzelnen Fraktionen zu besetzen sind.

Zudem wurde es erstmals bei der Bundestagswahl 2009 angewendet, um den proportional zur Stimmenanzahl errechneten Sitzanteil einer Partei in Abgeordnetensitze im Parlament umzurechnen.

Das Verfahren beseitigt die Paradoxien seines Vorgängers, des Hare/Niemeyer-Verfahrens (vgl. Hare/Niemeyer-Verfahren). Zweiter Namensgeber des Verfahrens ist der französische Mathematiker André Sainte-Lague.