Fünf-Prozent-Hürde

Fünf-Prozent-Hürde

Wahl-Lexikon

Bei Bundestagswahlen gibt es eine Sperrklausel für die Landeslisten (vgl. Landesliste) der Parteien. Im gesamten Wahlgebiet müssen mindestens fünf Prozent aller Zweitstimmen (vgl. Zweitstimme) für eine Partei abgegeben worden sein, damit sie in den Bundestag einziehen kann.

Für die Erststimme (vgl. Erststimme) gibt es keine Sperrklausel. Das bedeutet: Kandidaten können über das Direktmandat (vgl. Direktmandat) Abgeordnete werden, auch wenn ihre Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Falls eine Partei drei oder mehr Direktmandate gewinnt, gilt eine Ausnahme, die so genannte Grundmandatsklausel: Diese Partei wird dann bei der Sitzverteilung gemäß ihrem Zweitstimmenanteil berücksichtigt, auch wenn sie weniger als fünf Prozent bekommen hat.

Politik-Lexikon (1/6): Fünf-Prozent-Hürde

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 09.08.2021 01:23 Min. Verfügbar bis 09.08.2022 WDR 5 Von WDR 5


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