Ersatzwahl

Ersatzwahl

Wahl-Lexikon

Scheidet eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter aus dem Bundestag (vgl. Bundestag) aus, wird der Sitz in der Regel aus der Landesliste der Partei besetzt, für die der oder die Ausgeschiedene bei der Wahl angetreten war.

Lässt sich ein direkt gewählter Abgeordneter keiner Landesliste (vgl. Landesliste) einer Partei zurechnen, wird im entsprechenden Wahlkreis (vgl. Wahlkreis) spätestens 60 Tage nach dem Ausscheiden eine Ersatzwahl durchgeführt. Dies gilt auch für Bewerber, für deren Partei keine Landesliste zugelassen ist, oder wenn es sich um einen Einzelbewerber oder Bewerber einer Wählergruppe (vgl. Wählergruppen) handelt.

Allerdings wird die Ersatzwahl nur durchgeführt, wenn nicht innerhalb der nächsten sechs Monate ein neuer Bundestag gewählt wird.