Museumsjahr 2019 in NRW: Kritiker loben Bundeskunsthalle

Martin Kippenberger. Bitteschön Dankeschön, Bundeskunsthalle, Bonn 2019 (Ausstellungsansicht)

Museumsjahr 2019 in NRW: Kritiker loben Bundeskunsthalle

  • Kritiker sehen Bonner Bundeskunsthalle vorn
  • Lob und Tadel für den Kunstpalast
  • Lorbeeren für Essen und Münster

Bei einer Umfrage der "Welt am Sonntag" (08.12.2019) über das Museumsjahr 2019 bekam die Bundeskunsthalle in Bonn von neun befragten Fachleuten das meiste Lob. Vor allem die Gestaltung der aktuellen Ausstellung "Martin Kippenberger" gefiel den Kritikern.

"Ein furioser Showdown zum Abschied des Intendanten Rein Wolfs", lautete ein Urteil über die letzte Schau unter der Leitung des Niederländers.

Doch die Experten aus Zeitungen, Radio und anderen Medien lobten auch Häuser wie das Folkwang Museum in Essen, den Kunstpalast in Düsseldorf, das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und kleinere Häuser wie Schloss Morsbroich in Leverkusen.

Licht und Schatten im Kunstpalast

Im zweiten Jahr unter Direktor Felix Krämer "lief es rund im Kunstpalast" in Düsseldorf, kommentierte eine Fachfrau. Vor allem eine Ausstellung mit Arbeiten von Kriegsfotografinnen kam gut an.

Krämer setze sich unbeirrt ein für ein Museum für unterschiedliche Besucher. 30 Jahre nach dem Mauerfall gab das städtische Museum einen Überblick über "Kunst in der DDR". Eine Schau mit historischen Sportwagen kam dagegen nicht überall gut an: "Unkritischer Umgang mit dem Thema Auto", lautet der Tadel.

Seelenmassage und Grusel

Auch das Folkwang Museum hat einen neuen Chef: Die Ausstellung "Der montierte Mensch" über das zwiespältige Verhältnis zwischen Mensch und Technik sei ein gelungener Auftakt für Direktor Peter Gorschlüter, befand eine Kritikerin.

Lorbeeren gab es auch für das LWL-Museum in Münster und dessen opulente Ausstellung mit Gemälden des Landschaftsmalers William Turner. "Eine gelungene Verbindung von Bildung, Seelenmassage und Grusel", meinte ein Fachmann.

Stand: 08.12.2019, 12:44

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