Ungeregelter Brexit: Laschet fordert EU-Hilfen

Ministerpräsident Armin Laschet bei seiner Neujahrsansprache 2019. Der Politiker trägt einen Anzug und rahmenlose Brille. Im Hintergrund die Flaggen der EU, der BRD und des Landes NRW.

Ungeregelter Brexit: Laschet fordert EU-Hilfen

Die Regierungen von NRW und der belgischen Nachbarregion Flandern fordern für den Fall eines ungeregelten Brexits EU-Gelder für besonders betroffene Regionen.

Über die Folgen eines ungeregelten Brexit tauschten sich am Freitag (18.01.2019) NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein flämischer Amtskollege Geert Bourgeois aus. "Da es ein externer Schock für unsere Wirtschaft ist, müssen wir auch besprechen, wie Europa den betroffenen Regionen helfen kann", sagte Laschet nach einer gemeinsamen Regierungssitzung in Brüssel.

Auswirkungen nicht zu beziffern

Für NRW seien die Auswirkungen eines ungeregelten Brexits noch nicht zu beziffern, so Laschet. Die langen Lieferketten beispielsweise in der Automobilindustrie machten solche Berechnungen komplex. Klar sei aber, dass selbst ein geregelter Brexit Auswirkungen auf das Land haben werde: "Wenn es Bestrebungen gibt, in Großbritannien ein zweites Referendum abzuhalten, dann haben sie die Sympathien vieler Menschen in NRW."

Bourgeois sagte, der Brexit sei ein "Unglück". Man setze sich gemeinsam mit NRW für ein handelsfreundliches Abkommen ein.

Stand: 18.01.2019, 21:16

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