Defektes Elektrogerät für Wohnungsbrand in Monheim verantwortlich

Defektes Elektrogerät für Wohnungsbrand in Monheim verantwortlich

Nach dem Feuer in einem Monheimer Mehrfamilienhaus hat die Polizei die Brandursache bekanntgegeben. Die Feuerwehr hatte am Ende 18 Menschen, darunter auch mehrere Kleinkinder aus dem Haus gerettet.

Schuld an dem Wohnungsbrand am vergangenen Wochenende war ein technischer Defekt an einem Elektrogerät in der Wohnung. Das hat die Polizei am Dienstag bekannt gegeben. Eine Expertengruppe schätzt den Sachschaden auf 300.000 bis 400.000 Euro - neben der komplett ausgebrannten Wohnung im zweiten Obergeschoss sind auch die darüber liegenden Wohnungen bis auf weiteres unbewohnbar.

Dramatische Rettungen der Feuerwehr

In dem mehrgeschossigen Haus in Monheim am Rhein im Kreis Mettmann waren am späten Samstagabend Rauchwarnmelder angesprungen. Anwohner hatten der Feuerwehr auch Brandgeruch gemeldet. Als die Rettungskräfte eintrafen, riefen schon mehrere Menschen an Fenstern und auf Balkonen um Hilfe. Auf der Rückseite des Hauses stand eine Wohnung bereits komplett in Flammen.

Ein Feuerwehrmann steht auf dem Kran eines Feuerwehrfahrzeuges und spricht mit einer Person im sechsten Stock eines Hauses.

Über Drehleitern begannen die Einsatzkräfte sofort, zu den Personen zu gelangen. Auch ein Sprungpolster wurde aufgebaut, weil man nicht sicher war, ob nicht doch einer der Anwohner in Panik aus dem Fenster springen würde. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass sich auch Bewohner meldeten, die durch Rauch in der Wohnung eingeschlossen waren.

Die Feuerwehr rettete insgesamt 18 Menschen aus dem Haus, darunter mehrere Kleinkinder und einen Hund. Laut Polizei wurden 11 Menschen durch Rauch verletzt. Einer von ihnen musste ins Krankenhaus transportiert werden. Dass so viele Menschen bei einem Einsatz gerettet werden müssen, sei für die Feuerwehr auch kein gewöhnlicher Einsatz, so ein Feuerwehrsprecher gegenüber dem WDR. "Das war schon ein nicht alltägliches Szenerio." Auch ein Hund wurde aus den Flammen gerettet. Der wollte zum Dank auch gleich noch seinen Retter beißen.

Schaulustige behindern Rettung

Ein Polizist hat einen Polizeihund an der Leine.

Hundeeinsatz gegen Gaffer

Zusätzlich waren Rettungskräfte aus umliegenden Städten und Polizeikräfte im Einsatz. Mit einem Diensthund musste die Polizei während des Rettungseinsatzes mehrfach Schaulustige zurückdrängen. "Die Respektlosigkeit nimmt zu", so der Einsatzleiter.

Mehrere Wohnungen sind durch Rauch- und Brandschäden unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Stand: 06.07.2021, 16:14

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