Bowie-Musical "Lazarus" in Düsseldorf gefeiert

 Hans Petter Melø Dahl als Newton im Musical Lazarus

Bowie-Musical "Lazarus" in Düsseldorf gefeiert

  • Deutsche Premiere für Bowie-Musical "Lazarus"
  • Langer Applaus im Düsseldorfer Schauspielhaus
  • Vorwürfe gegen Regisseur

Zwei Jahre nach David Bowies Tod ist "Lazarus", das einzige Musical des vielseitig begabten Popstars, bei der deutschen Erstaufführung bejubelt worden. Nach New York und London wurde das zweistündige Musical mit Welthits wie "Life on Mars", "Heroes" und "Absolute Beginners" am Samstag (03.02.2018) mit langem Applaus gefeiert.

Poetisches Rätsel über das Sterben

Bowie hatte das Musical kurz vor seinem Tod zusammen mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh geschrieben - ein poetisches Rätsel über das Sterben, mit Figuren, die sich zwischen Realität und wahnhafter Einbildung bewegen.

Unter der Regie von Matthias Hartmann wird daraus eine melancholische Fantasiereise, die an den Film "Der Mann, der vom Himmel fiel" anknüpft. Darin spielte Bowie Mitte der 70er einen Außerirdischen, der weder sterben noch verschwinden kann.

Vorwürfe gegen Regisseur

Die Premiere war überschattet von Vorwürfen gegen den Regisseur, der 2014 wegen eines Finanzskandals als Intendant des Wiener Burgtheaters entlassen wurde. Frühere Mitarbeiter warfen ihm in einem offenen Brief vor, eine "Atmosphäre der Angst" geschaffen zu haben. Hartmann sprach von einem gezielten Angriff auf die "Lazarus"-Premiere.

Stand: 04.02.2018, 09:12