Klima-Streit: Mitgliederboom bei BUND und Nabu-NRW

Der Rest des Hambacher Forst im Vordergrund, im Hintergrund der Tagebau Garzweiler.

Klima-Streit: Mitgliederboom bei BUND und Nabu-NRW

  • Umweltverbände profitieren vom Kampf um den Hambacher Forst
  • Nabu NRW steuert auf 100.000 Mitglieder zu
  • Menschen merken, "dass wir nicht mehr viel Zeit haben"

Der Kampf für den Hambacher Forst und Sorgen wegen des Hitzesommers haben den Umweltverbänden im Land einen Mitgliederboom gebracht. 3.640 Neumitglieder verzeichnete der BUND 2018. Damit war der Zuwachs fast dreimal so hoch wie im Schnitt der vergangenen Jahre. "Darin ist sicherlich der Hambach-Effekt enthalten", sagte ein BUND-Sprecher am Sonntag (10.03.2019).

Der Umweltschutzverband hatte sich unter dem Motto "Hambi bleibt" besonders für den Erhalt des Waldes im Braunkohletagebau-Gebiet engagiert und damit viele naturverbundene Menschen mobilisiert. Insgesamt zählt der BUND nun 34.204 Mitglieder.

Kohleausstieg bis 2038

WDR 5 Morgenecho - Interview 26.01.2019 06:01 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5

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Nabu peilt die 100.000 Mitglieder an

Erhebliche Zuwächse gab es auch bei der größten NRW-Naturschutzorganisation Nabu. Allein 2018 kamen landesweit mehr als 6.000 neue Mitglieder dazu. Der Nabu verfügt nun über mehr als 92.300 Mitglieder. "Wir sind auf dem besten Weg zu 100.000", sagte eine Sprecherin.

Der wegen Nachwuchsmangels brachliegende Fachausschuss Ornithologie (Vogelkunde) konnte dank der neuen Mitglieder im März wiederbelebt werden. Ein wichtiger Grund für den Boom sei zudem der extreme Hitzesommer 2018. "Das hat vielen gezeigt, dass wir nicht mehr viel Zeit haben", so die Sprecherin weiter.

Stunde der Wintervögel

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 04.01.2019 05:25 Min. Verfügbar bis 04.01.2024 WDR 5

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Der Naturschutzbund NRW bereitet sich auf ein Volksbegehren vor, das den Insektenschutz nach bayerischem Vorbild verstärkt auf die politische Tagesordnung bringen soll.

Bürger machen mobil: gegen das Insektensterben - für Insektenschutz Aktuelle Stunde 16.02.2019 02:33 Min. UT Verfügbar bis 16.02.2020 WDR Von Dorothea Schluttig

Stand: 11.03.2019, 09:05

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 Jörg 11.03.2019, 19:53 Uhr

    Die Menschheit schafft sich selber ab. Gott sei dank gibt es noch ein paar intelligente Menschen, die sich für das Klima engagieren. Bitte berichten Sie mehr darüber.

  • 4 Antonietta 11.03.2019, 18:22 Uhr

    Bei der Verbrennung von Kohle entsteht viel CO2 und dies ist für das Klima schädlich. Braunkohle: · hat einen hohen Schwefelanteil (schlecht für die Umwelt) · großer Landschaftsverbrauch durch den Tagebau · der Grundwasserspiegel muss gesenkt werden, damit man sie abbauen kann

  • 3 Amadeus 11.03.2019, 17:08 Uhr

    Menschen die dem Zeitgeist hinterherhecheln meide ich, denn morgen sind sie schon wieder hinter einem neuen Geist der ihnen das Heil verspricht.

  • 2 Olaf 11.03.2019, 12:30 Uhr

    Noch eine Kleinigkeit ! 1,5 Billionen Insekten kommen durch die Windräder um. Soviel wie durch unsere Autos und LKWs. Die neuen Windkraftanlagen im Emsland weisen bereits Risse auf. Die alten Anlagen werden alle abgerissen und der Beton bleibt im Boden. Ganz ehrlich ! Fahrt mal in das schöne Emsland, wo ja viele von uns Urlaub machen. Dort verschandeln die Windräder das ganze Landschaftsbild. Ein Kohlkraftwerk dort in Dörpen hätte diese Dinger überflüssig gemacht. An die Küste fahren wir schon gar nicht mehr, weil dort überall die Windräder das Landschaftsbild kaputt gemacht haben. In Schleswig-Holstein ist man schon 20 Jahre dabei, alles zu verschandeln. Ach ja ! Für den E-Antrieb bei allen PKWs (was ja schon Sinn macht) benötigt man grob: 25.000 Landwindräder 5.000 Windräder über der Nordsee 20 Gaskraftwerke Auch hier wäre mir das Gas lieber. Zudem der Windstrom unzuverlässig ist und Frankreich schon unseretwegen wieder Atomkraftwerke plant !!!!!

    Antworten (3)
    • Sabine 11.03.2019, 15:13 Uhr

      Mir ist lieber Windräder verschandeln die Landschaft als das der boden auf jahrzehnte vergiftet wird. Fragen Sie doch mal bek Menschen auf dem Land nach, warum sie kein Gemüse im eigenen Garten anbauen können. Liegt sicher an Windkrafträdern....

    • Umwelttrolle? 11.03.2019, 18:01 Uhr

      Hier muss es irgendwelche Trolle geben, die jeden niedermachen, der nicht auf der Mainstreamwelle mitreitet. Letzte Woche waren auf dem Land alle Insekten und Vögel tot. In dieser Woche können wir hier kein Gemüse mehr anbauen. Sowas Schräges kann nur von irgendwelchen Bots kommen.

    • Günter 11.03.2019, 18:48 Uhr

      Also ich finder Windräder schön. Und Frankreich plant keine neuen AKWs.

  • 1 Olaf 11.03.2019, 12:10 Uhr

    Den Ornithologen sei mal was gesagt ! Eine gewisse Person aus dem Windkraftanlagen Segment antwortete auf mein Anliegen "Windräder töten Vögel" nur mit einer Fußbewegung, wie ein Vogel an die Seite geschoben wird. Auf Deutsch hieß das, dass die Beobachter die Vögel nicht in der tatsächlichen Menge zählen. Dazu kommt noch, dass Räuber wie Dachse, Füchse, Mader und andere Räuber diese Vögel auch schnell entsorgen. Ja, Ihr habt wieder 1000 Begründungen auf Lager. Sicher. Niemand kippt mehr Dünnsäure in die Nordsee. Niemand mehr Chemie in den Rhein. Die Emscher ist wieder gesund. Das genau ist das Problem. Der Umweltschutz hat zu gut gewirkt, Also musste die CO2 Geschichte ausgegraben werden. Über 700 Kohlekraftwerke werden weltweit geplant und gebaut. Bei den Atomkraftwerken sind es über 200. Wir importieren Strom aus Polen (Braukohle), aus Tschechien (Atomstrom, Tschernobyl Typ) und aus Frankreich Atomstrom. Begründet das mal.

    Antworten (2)
    • Sabine 11.03.2019, 15:11 Uhr

      Traurig, welchen Hass manche Menschen auf ihre Mitmenschen haben, die gutes tun....Ich fahre Fahrrad und lebe vegan. Gern geschehen. ;) Ja ja...der böse Nabu. Ihre Kommentare lese ich nicht zum ersten Mal. Alle Vereine, die gutes tun werden von Ihnen an den Pranger gestellt. Was soll das?! Sie müssen sich doch gar nicht damit befassen. Leben Sie weiter ihr Leben. Und profitieren Sie von der Arbeit anderer. ;)

    • Günter 11.03.2019, 18:42 Uhr

      Ich zitiere sie:“Wir importieren Strom aus Polen (Braukohle), aus Tschechien (Atomstrom, Tschernobyl Typ) und aus Frankreich Atomstrom.“ Belegen sie das erst ein mal.

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