Bonnerin Makeda beim ESC-Vorentscheid

Bonnerin beim Eurovision Song Contest -Vorentscheid Lokalzeit aus Bonn 19.02.2019 04:59 Min. Verfügbar bis 19.02.2020 WDR Von Anette Flentge

Bonnerin Makeda beim ESC-Vorentscheid

Von Anette Flentge

  • Bonnerin beim Vorentscheid des Eurovision Song Contest
  • Makeda heute als Berufssängerin auf der Bühne
  • ARD überträgt Vorentscheid live

965 Kandidaten wollten für Deutschland beim diesjährigen ESC in Israel singen. Nur sieben wurden für den Vorentscheid ausgewählt und eine von ihnen ist die Bonnerin Makeda Michalke. Die 28-Jährige hat schon am renommierten Nachwuchsförderprogramm "Popcamp" des Deutschen Musikrats teilgenommen, sogar als Kulturbotschafterin in China repräsentiert. Am Freitagabend (22.02.2019) will sie den Vorentscheid für den ESC gewinnen.

Sängerin mit viel Gefühl

Bonner Sängerin Makeda

Musikallrounderin Makeda (28)

Sie ist Sängerin mit Leib und Seele, singt immer und überall, sagt sie. Unterwegs meist leise vor sich hin, auf der Bühne laut und mit viel Gefühl. Seit sie fünf Jahre alt ist, spielt Makeda Klavier. Später kam noch die Gitarre dazu. Ihre Stimme hat sie erst viel später entdeckt. Heute ist sie Berufssängerin, stand zuletzt im Musical Bodygard auf der Bühne. Auch ihre Texte schreibt sie meist selbst - für ihr Solo-Projekt oder auch ihre Bonner Band "Steal a Taxi".

Wurzeln in Trinidad Tobago

Selbstgebasteltes Kapodaster der Bonnerin Makeda

Makedas selbstgebastelter Kapodaster

Auch ihr Song "Ich wollte immer Stephanie heißen" ist autobiografisch. Darin beschreibt sie, dass sie sich schon als Kind immer andersartig gefühlt hat. Inzwischen mag sie aber ihren Namen und ihre krausen lockigen Haare. Als Kind wollte Makeda eigentlich Erfinderin werden und ihr Erfindergeist kommt ihr auch heute zu Gute: Zum Beispiel wenn ihr für die Gitarre ein Kapodaster zum Verändern der Tonlagen fehlt. Dann baut sie den eben schnell aus einem Kulli und einem Haargummi.

Papa soll Zimmer diesmal nicht stornieren

Schon dreimal war Makeda für den ESC qualifiziert. Einmal hatte sie selbst zurückgezogen, zweimal hatte es nicht geklappt. Und jedes Mal hatte ihr Papa schon hoffnungsvoll ein Zimmer im Austragungsort des größten internationalen Musik-Contests gebucht. Mit ihrem Song über Vergebung will die 28-Jährige diesmal dafür sorgen, dass ihr Papa die Übernachtung für das Finale in Israel nicht mehr stornieren muss. Weil die Zuschauer ein Drittel der Stimmen haben, hofft sie, dass viele ihr dabei helfen.

Die ARD überträgt am Freitagabend (22.02.2019) live. Ein Public Viewing gibt es am Freitag unter anderem im Deutsch-Afrikanischen Zentrum.

Stand: 22.02.2019, 12:47

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