Blauzungenkrankheit: Teile von NRW im Sperrgebiet

Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh steht in einem Stall eines Bauerhofes.

Blauzungenkrankheit: Teile von NRW im Sperrgebiet

  • Virus hat für Viehhalter weitreichende Folgen
  • Krankheit für Menschen ungefährlich
  • Bislang nicht in NRW ausgebrochen

Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit bei Rindern in Rheinland-Pfalz ist das Sperrgebiet auf Teile Nordrhein-Westfalens ausgeweitet worden. Das teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium am Donnerstag (17.01.2019) auf Anfrage mit. Für Viehhalter hat das weitreichende Folgen.

Mehrere Regionen in NRW betroffen

Betroffen seien der Rhein-Erft-Kreis, die Kreise Euskirchen und Düren, die Städteregion Aachen, der Rhein-Sieg-Kreis, die Städte Bonn und Köln sowie teilweise der Kreis Heinsberg. In NRW sei die vor allem für Rinder, Schafe und Ziegen gefährliche Erkrankung bislang nicht ausgebrochen.

Nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises bedeutet das Sperrgebiet für Viehhalter in diesem Bereich mindestens zwei Jahre lang erhebliche Einschränkungen beim Handel und Transport von Tieren. Für Menschen sei die Krankheit ungefährlich, auch Lebensmittel aus infizierten Tieren könnten ohne Bedenken verzehrt werden.

Ganz Rheinland-Pfalz im Sperrgebiet

Die Viruskrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) war Ende vergangener Woche in einem Rinderbestand im Landkreis Trier-Saarburg nachgewiesen worden. Daraufhin wurde ganz Rheinland-Pfalz zum Sperrgebiet erklärt.

Die Krankheit wird über kleine blutsaugende Mücken von Tier zu Tier übertragen und kann vor allem Schafe, Rinder und Ziegen befallen. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge. Mögliche Verdachtsfälle müssten sofort dem Veterinäramt gemeldet werden, heißt es in der Mitteilung des Rhein-Erft-Kreises. Eine Impfung könne Tiere vor der Erkrankung schützen.

Stand: 17.01.2019, 19:31

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