Biodiversität: Forschungszentrum in Bonn?

Ein Kolibri saugt Nektar aus einer Blume.

Biodiversität: Forschungszentrum in Bonn?

  • Umweltministerin macht sich für Bonn stark
  • NRW und Bayern mit gemeinsamer Kabinettssitzung
  • Artenschwund kennt keine (Landes-)Grenzen

Nordrhein-Westfalen möchte das vom Bund geplante Biodiversitäts-Forschungszentrum nach Bonn holen. Nach dpa-Informationen hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bereits offiziell in Berlin für den Standort geworben.

Gemeinsame Initiativen zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Am Dienstag (12.03.2019) stand der Schutz der Artenvielfalt auf der Tagesordnung der gemeinsamen Kabinettssitzung von NRW und Bayern in München. "Der Artenschwund macht nicht an Landesgrenzen Halt", sagte Heinen-Esser. Mit Bayern strebe sie mehrere Initiativen an, um die biologische Vielfalt zu erhalten.

Heinen-Esser führt Anliegen von Schulze Föcking fort

Die Bewahrung der biologischen Vielfalt sei eines der Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Die NRW-Landesregierung habe sich daher wiederholt gegenüber der Bundesregierung für den Aufbau einer Biodiversitätsforschung am Standort Bonn eingesetzt, teilte das Ministerium dem WDR am Dienstag mit.

Dafür habe sich bereits Frau Ministerin a.D. Christina Schulze Föcking (CDU) in persönlichen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) stark gemacht. Heinen-Esser habe dieses Anliegen mit ihrer Amtsübernahme weitergeführt und die Bemühungen ihrer Amtsvorgängerin ebenfalls mit persönlichen Schreiben an Schulze und Karliczek bekräftigt.

Konferenz zum Thema Artenschwund

In NRW plane ihr Ministerium außerdem eine Konferenz zum Thema Artenschwund, um gemeinsam über die Ursachen des Artenschwundes zu diskutieren und die erforderlichen Maßnahmen zu beraten, dem Verlust der biologischen Vielfalt zu begegnen.

Die Konferenz, an der auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) teilnehmen werde, richte sich an Naturschutzverbände, Biologische Stationen, Landwirtschaftsverbände, Gartenbauverbände, Wirtschaftsverbände, Waldbauern, Kommunale Spitzenverbände und vor allem auch an Vertreter aus Wissenschaft und Forschung. Der Termin für diese Konferenz wird zeitnah bekanntgegeben, wie das Ministerium dem WDR mitteilte.

Stand: 12.03.2019, 08:53

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