NRW-Geschäfte wechseln in den Umtauschmodus

Frau mit einem Stapel Weihnachtspakete auf dem Arm

NRW-Geschäfte wechseln in den Umtauschmodus

  • Händler ziehen Bilanz zum Einkaufs-Endspurt
  • Umsatzsteigerung nur in großen Städten
  • Umtauschquote sinkt seit Jahren

Der große Ansturm auf die Innenstädte ist vorbei, da ziehen die Händler über das letzte Weihnachtswochenende ganz unterschiedlich Bilanz. "In manchen großen Städten wie Düsseldorf konnten die Händler noch einmal mehr Umsatz machen, als im letzten Jahr", sagt Björn Musiol vom Handelsverband Nordrhein-Westfalen.

Touristen kurbeln das Geschäft an

Das läge auch daran, dass in solchen Städten mehr Touristen unterwegs gewesen seien. In kleineren Städten sei das Geschäft am Samstag und am Heiligabend eher überschaubar gewesen. Das hätten zumindest erste Stichproben ergeben.

"Jetzt schon eine Bilanz über das Weihnachtsgeschäft zu ziehen, ist aber schwierig", erklärte Musiol am Donnerstag (27.12.2018). "Viele Kunden lösen ja erst in den kommenden Tagen ihre Geldgeschenke und Gutscheine ein."

Weniger Umtäusche

Auch Umtäusche fließen in die Händlerbilanz mit ein. Doch die Umtauschquote sinkt seit Jahren. In der Regel werden laut Handelsverband weniger als fünf Prozent der Geschenke umgetauscht. Das liege auch daran, dass sich Kunden vorher immer besser informieren und zum Beispiel vorab im Netz recherchieren.

Nur im Bereich Spielwaren gäbe es eine etwas höhere Umtauschquote, da Kindern in der Regel keine Gutscheine geschenkt werden.

Umtausch meistens möglich

Bei einwandfreier Ware haben die Kunden grundsätzlich keinen Anspruch auf Umtausch. Viele Händler zeigen sich dennoch kulant. Bei mangelhafter Ware - der Mangel muss beim Kauf schon bestanden haben - gilt ein zweijähriges Gewährleistungsrecht. Im Online- und Versandhandel gilt grundsätzlich eine Widerrufsfrist von 14 Tagen.

Stand: 27.12.2018, 09:25

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