Zahl der Polizeieinsätze an Weiberfastnacht gestiegen

Zwei Polizisten und ein Karnevalist vor dem Kölner Dom

Zahl der Polizeieinsätze an Weiberfastnacht gestiegen

  • Polizei zieht Bilanz zu Weiberfastnacht
  • Mehr Einsätze in Köln und Düsseldorf
  • 29-jährige Frau stürzt vor Zug und stirbt

Der Start in den Straßenkarneval in NRW ist an Weiberfastnacht (20.02.2020) weitgehend friedlich verlaufen. Trotzdem hatten Polizei und Rettungskräfte in NRW wieder viel zu tun. In den beiden Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf zählten die Ordnungskräfte sogar noch mehr Einsätze als in der vergangenen Session.

2.006 Notrufe für die Kölner Feuerwehr

Die Feuerwehr in Düsseldorf verzeichnete 648 Einsätze - rund 100 mehr als im vergangenen Jahr. Die Kölner Feuerwehr musste 909 Mal zu Rettungsdiensteinsätzen ausrücken. Zudem wurde an den Unfallhilfsstellen in der Altstadt und dem Kwartier Latäng 296 Jecke medizinisch behandelt. Insgesamt gingen 2.006 Notrufe ein - doppelt so viel wie an einem normalen Werktag.

Tödlicher Unfall am Bahnhof Köln-Ehrenfeld

Überschattet wurde der Auftakt des Straßenkarnevals von dem Tod einer 29-jährigen Frau auf dem Bahnhof Köln-Ehrenfeld. Die Frau war am Abend vom Bahnsteig auf die Gleise gestürzt. Sie wurde von einem Zug erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Laut Polizei hatte die 29-jährige Alkohol getrunken. Die Polizei untersucht jetzt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Köln: Streifenwagen kollidiert mit Taxi

An einem Unfall am späten Abend, bei dem vier Personen verletzt wurden, war die Polizei selbst beteiligt. Ein Streifenwagen war während eines Einsatzes mit Blaulicht und Martinshorn auf der Venloer Straße mit einem Taxi zusammen gestoßen. Das Taxi wollte auf der Venloer Straße wenden. Zwei Polizisten, der Taxifahrer und ein Fahrgast wurden verletzt.

90 Anzeigen wegen Körperverletzung in Köln

In Köln war die Landespolizei mit rund 1.000 Kräften im Einsatz. Die Polizisten schrieben 85 Strafanzeigen, fast die Hälfte davon wegen Körperverletzungen.

Zudem hat die Kölner Polizei mehr als 50 Männer und Frauen in Gewahrsam genommen. In mehr als 90 Fällen erstattete die Polizei Anzeigen, meist wegen Körperverletzung. Wegen sexueller Belästigung ermittelt die Polizei in acht Fällen. Sechs Tatverdächtige wurden vorübergehend festgenommen.

Stand: 21.02.2020, 12:04

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