Das bringt eine Entlastung bei Betriebsrenten

Altersarmut - wenig Rente

Das bringt eine Entlastung bei Betriebsrenten

  • Bundestag beschließt Änderung bei Betriebsrente
  • Durch Freibetrag bei Krankenkassenbeiträgen soll mehr übrig bleiben
  • Wohl keine Hilfe gegen Altersarmut

Was ist geplant?

Der Bundestag hat am Donnerstag (12.12.2019) eine Änderung bei Betriebsrenten beschlossen. Ab Januar 2020 gibt es eine Entlastung bei den Beiträgen zur Krankenversicherung. Bislang müssen Betroffene nämlich auf die komplette Betriebsrente den vollen Satz für die Krankenkasse bezahlen, wenn die Rente über der Freigrenze von 155,75 Euro liegt. Das gilt mittlerweile als ungerecht. In Zukunft gibt es deshalb einen Freibetrag von 159,25 Euro. Erst ab dieser Höhe werden Krankenkassen-Beiträge fällig.

Was bringt das ganz konkret?

Ein Beispiel: Wer monatlich eine Betriebsrente in Höhe von 180 Euro bekommt, muss bislang 14,6 Prozent davon für die Krankenversicherung abgeben. Ab Januar muss der Beitrag nur auf die Differenz zum Freibetrag gezahlt werden (180 Euro minus 159,25 Euro). Somit wird der Krankenkassenbeitrag nur noch auf eine Summe von 20,75 Euro entrichtet. Den Betroffenen bleibt so mehr von ihrer Betriebsrente übrig.

Betriebsrenten: Ab 2020 weniger Krankenkassenbeiträge

WDR 5 Morgenecho - Interview 12.12.2019 06:39 Min. Verfügbar bis 10.12.2020 WDR 5

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Hilft die Änderung gegen Altersarmut?

Davon ist nicht auszugehen. Denn viele derjenigen, die in Altersarmut leben oder davon bedroht sind, bekommen gar keine Betriebsrente. Eine alleinerziehende Mutter mit Teilzeitjobs und Zeiten von Arbeitslosigkeit hat nicht die Möglichkeit, in eine Betriebsrente einzuzahlen. Besonders profitieren werden hingegen Menschen mit einer kleinen Betriebsrente. Laut Bundesregierung werden etwa 60 Prozent der Betriebsrentner entlastet. Es geht um insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Stand: 12.12.2019, 18:41

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