Ärztinnen und Ärtzte versorgen auf einer Intensivstation eine Patientin.

Beschäftige der NRW-Unikliniken stimmen für unbefristete Streiks

Stand: 02.05.2022, 11:20 Uhr

In einer Urabstimmung der Gewerkschaft verdi haben sich rund 98 Prozent für unbefristete Streiks ausgesprochen. Kleinere Streiks könnte es schon Montag oder Dienstag geben.

Die Beschäftigten an den sechs Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen verschärfen ihren Arbeitskampf. In der von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi durchgeführten Urabstimmung sprachen sich die Beschäftigten mit einer Zustimmung von 98,31 Prozent für die Ausweitung der Streiks aus, nachdem die NRW-Landesregierung und der Arbeitgeberverband des Landes (AdL) ein 100-Tage-Ultimatum hatten verstreichen lassen. Das teilte Verdi auf einer Pressekonferenz am Montag mit.

Der Gewerkschaft geht es um einen Tarifvertrag "Entlastung", der eine verbindliche Personalbemessung und bessere Ausbildungsbedingungen regeln soll. Vorausgegangen war eine wochenlange Kampagne "Notruf Entlastung NRW". Laut Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt habe es zwar politische Signale für Verhandlungen, aber noch kein konkretes Angebot und keinen Vorschlag für einen Verhandlungstermin gegeben.

"Wir sind jetzt nicht mehr in der Situation, dass wir zu Warnstreiks aufrufen, sondern zu richtigen Streiks", sagte Schmidt. Damit könnte es auch zu einem unbefristeten Ausstand kommen. Mit drei von sechs Uni-Kliniken wurden bereits "Notdienstvereinbarungen" getroffen.

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