Tausende bei Friedensaktion "Sound of Peace" in Berlin

Stand: 21.03.2022, 07:12 Uhr

Zehntausende Menschen haben am Sonntag bei einem Konzert vor dem Brandenburger Tor in Berlin ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ausgedrückt.

Von Britta Kuck

Der Krieg in der Ukraine lässt fast niemanden kalt. Etliche Künstler brachten am Sonntag ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und den Tausenden Flüchtlingen zum Ausdruck. In Berlin vor dem Brandenburger Tor fand die Kundgebung "Sound of Peace" statt. Nach Angaben der Polizei hatten sich dort mehr als 15.000 Menschen versammelt. Fast 50 Auftritte waren geplant von mehr als 70 Künstlern wie Mark Forster und Zoe Wees, Sarah Connor, Clueso und Peter Maffay.

Ukraine kämpft "für den Frieden in der ganzen Welt"

Auf der Bühne trat auch Natalia Klitschko auf, die Frau des Bürgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko. Sie sagte: "Nur zusammen schaffen wir Frieden". Anschließend kündigte Klitschko ein "neues Lied für mein Land" an und sang den Song "Better Days". Natalia Klitschko bedankte sich auch für die internationale Unterstützung. "Was meinem Land jetzt passiert, ist furchtbar", so Klitschko. Umso wichtiger sei es, die Menschenmassen vor dem Brandenburger Tor zu sehen. Die Ukraine kämpfe derzeit für alle Menschen, "für Frieden in der ganzen Welt", sagte Klitschko.

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Ziel von "Sound of Peace" sollte es auch sein, Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterstützen. Bis zum Abend kamen dabei nach Angaben der Veranstalter mehr als zwölf Millionen Euro zusammen.

Benefizkonzert vor 45.000 Zuschauern in Wien

In Wien gab es am Samstagnachmittag ein riesiges Benefizkonzert für die Ukraine im Ernst-Happel-Stadion. Unter dem Motto "We Stand With Ukraine" kamen 45.000 Menschen zusammen. Den Veranstaltern zufolge war das Stadion ausverkauft. Der Eintrittspreis betrug symbolisch 19,91 Euro, weil die Ukraine 1991 unabhängig wurde. Der Erlös soll an Hilfsorganisationen gehen, die Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützen. Österreichs Regierung hat 80.000 Euro beigesteuert.

Auf dem Programm standen Bands wie Bilderbuch, Wanda, Eazy und die Rapper Bibiza und Eli Preiss. Vor deren Auftritten hielt Bundespräsident Alexander Van der Bellen eine Rede.

Auch in Nordrhein-Westfalen wollten Menschen Solidarität zeigen. Im Bonner Hofgarten wurde am Nachmittag eine etwa drei Kilometer lange Menschenkette gebildet. Gemeinsam haben die Teilnehmer dort den Friedenssong "Give Peace a Chance" von John Lennon gesungen.

Kinos zeigen "Klitschko"

Außerdem haben viele Kinos in NRW am Sonntag die Dokumentation "Klitschko" über die beiden Klitschko-Brüder Wladimir und Vitali gezeigt. Die Eintrittsgelder sollen an "Ein Herz für Kinder" gehen und bei Hilfsprojekten in der Ukraine eingesetzt werden. Das Ganze war eine bundesweite Spendenaktion, an der sich insgesamt mehr als 450 Kinos beteiligt haben.

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