Bayer-Konzern hilft in der Corona-Krise

Bayer-Konzern hilft in der Corona-Krise

Von Christina Zühlke

  • Bayer-Mitarbeiter starten Hilfsaktionen
  • Standort Wuppertal spendet Corona-Testgeräte
  • Beatmungsgeräte und Desinfektionsmittel für NRW

Eine große Menschenmenge steht am Dienstag (07.04.2020) auf einem Parkplatz zwischen zwei mehrstöckigen Gebäuden. Ein ungewohnter Anblick in Corona-Zeiten. Mehr als zehn Feuerwehrmänner, weitere Männer und Frauen in dunkelblauen Bayer-Jacken, und ein paar ziemlich kräftige Möbelpacker. Alle mit Mundschutz.

Menschen in Schutzkleidunng stehen in einer Gruppe

In der Mitte steht eine Frau mit langen braunen Haaren und sagt an, was zu tun ist.Kirsten Leinewebers ist in ihrem Element: "Wir haben vor ein paar Tagen angefangen, die Firma auf links zu krempeln. Es ging darum: Such die Maschine, finde die Maschine, geht in eure Labore, holt raus, was ihr rausholen könnt!"

Wichtige Testgeräte als Leihgabe

Eigentlich leitet Kirsten Leineweber ein Forschungsteam. Ihr Ziel: Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser verstehen. Bei den Maschinen, von denen sie spricht, handelt es sich um Testgeräte aus ihrer Medikamentenforschung. Mehrere zehntausend Euro kostet eines von ihnen. Nun stehen sie aufgereiht auf dem Parkplatz und sehen ein bisschen aus wie Laserdrucker.

Gleich mehrere Mitarbeiter versuchen sicherzustellen, dass auch wirklich alle Geräte beschriftet und in einer Liste eingetragen sind. „Damit wir hinterher auch wissen, welches wo steht.“ Mit den Geräten soll ein Labor in Velbert bald hunderte oder sogar tausende Corona-Tests pro Tag machen.

Beatmungsgeräte für Wuppertaler Kliniken

In einem anderen Gebäude werden gleichzeitig sechs Beatmungsgeräte bereitgestellt. Ebenfalls Mangelware in Corona-Zeiten. "Darum geht es jetzt", sagt Kirsten Leineweber, "dass man vergisst, was vorher nicht möglich war, auf Grund von Bürokratie. Das ist für mich das Positive an Corona. Dass wir so einen Tritt in den Hintern bekommen haben, wieder flexibel zu sein."

Desinfektionsmittel – fässerweise

Und noch eine Idee hatten die Bayer-Mitarbeiter. Warum nicht Desinfektionsmittel produzieren, was alle so dringend brauchen? Zwar hatte das schon lange niemand mehr gemacht, aber die Maschinen dafür gab es noch. Nun laufen sie wieder.

Verschweißte Ware in einem Anhänger

Gespendet wird zunächst an Städte mit Bayer-Werk wie etwa Dormagen, Wuppertal oder Leverkusen. Und auch Köln wird bedacht. Die Kölner Feuerwehr soll am Dienstag (07.04.2020) über 20 große Fässer mit Desinfektionsmittel abholen. Davon sollen dann Kölner Krankenhäuser, Pflegeheime und Rettungssanitäter profitieren.

Inländische Schutzmaskenproduktion: "Viel Zeit ist nicht"

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 07.04.2020 02:47 Min. Verfügbar bis 07.04.2021 WDR 5 Von Uli Ueckerseifer

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Desinfektionsmittel selber machen?

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Stand: 07.04.2020, 14:01

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