Lokführermangel: Unternehmen planen Zusammenarbeit

Symbolbild: Ein Zugbegleiter zeigt dem Lokführer die grüne Kelle

Lokführermangel: Unternehmen planen Zusammenarbeit

  • Sieben Bahnunternehmen wollen kooperieren
  • Gemeinsame Kampagne für Quereinsteiger und junge Leute
  • Gewerkschaft beklagt mangelnde Ausbildung

Gegen den Lokführermangel wollen die Bahnunternehmen in NRW künftig stärker gemeinsam vorgehen. Am Donnerstagnachmittag (14.02.019) wollen sieben Zugbetreiber dazu ein Abkommen über die Erstattung von Ausbildungskosten bei Arbeitgeberwechseln unterzeichnen, wie es in einer Ankündigung hieß. So soll verhindert werden, dass die Unternehmen aus Angst vor Abwerbeversuchen der Konkurrenz weniger ausbilden als nötig.

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WDR 5 Profit - aktuell 22.11.2018 04:13 Min. WDR 5

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Ministerium unterstützt Initiative

Zudem will man mit einer gemeinsamen Kampagne junge Menschen und Quereinsteiger für eine Berufslaufbahn im Schienenverkehr begeistern. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) unterstützt die engere Kooperation und wird in Düsseldorf ebenfalls zu Gast sein.

Antrittsprämien für Lokführer

Die Kooperation ist keine Selbstverständlichkeit, denn mit wachsender Konkurrenz auf der Schiene, hat in den vergangenen Jahren auch die Konkurrenz um das begehrte Fachpersonal zugenommen. Unternehmen zahlen Antrittsprämien oder werden aktiv, Lokführer von Wettbewerbern zum Umstieg zu bewegen.

Nach Gewerkschaftsangaben haben die Unternehmen jahrelang zu wenig ausgebildet. Die Folgen spüren auch Bahnreisende und Pendler: Wenn Züge ausfallen, steckte dahinter oft auch eine mangelhafte Besetzung der Dienststellen, sagen Betriebsräte und Gewerkschafter.

Stand: 14.02.2019, 07:26

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