Über 250 NRW-Bahnbrücken kaum noch zu sanieren

Aus der Bahnbrücke über die Lenne in Werdohl wachsen Bäume

Über 250 NRW-Bahnbrücken kaum noch zu sanieren

  • Sanierung von 257 Brücken nicht mehr wirtschaftlich
  • Bundesweit 1.004 Brücken kaum zu sanieren
  • 45 Prozent der Brücken über 100 Jahre alt

In Nordrhein-Westfalen sind 257 Bahnbrücken nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und können nur noch ersetzt werden. Das geht am Montag (06.04.2020) aus Angaben des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, hervor.

Würden sie alle nun in Angriff genommen, lägen die Kosten bei 1,7 Milliarden Euro, antwortete Ferlemann auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. Bundesweit sind demnach 1.004 Bahnbrücken kaum noch zu sanieren.

45 Prozent der Brücken sind älter als 100 Jahre

Die Infrastruktur der Bahn gilt als marode, weil jahrelang zu wenig investiert wurde. Mehr als die Hälfte der gut 25.700 Eisenbahnbrücken in Deutschland wurde vor Ende des Zweiten Weltkriegs gebaut, 45 Prozent sind älter 100 Jahre.

Die Bahn unterteilt die Brücken je nach Zustand in vier Kategorien. 257 Brücken in NRW und 1.004 Brücken bundesweit fallen in die schlechteste Kategorie vier. Die Bahn betont: "Selbst Brücken der schlechtesten Zustandskategorie sind für die Nutzung des Eisenbahnbetriebs sicher, sonst würde kein Betrieb zugelassen." Je nach Schadensbild könne eine Brücke 15 Jahre in der Kategorie vier bleiben, erklärt die Bahn.

Stand: 06.04.2020, 12:20

Aktuelle TV-Sendungen