Deutsche Bahn: Weniger Verspätungen zwischen Köln und Dortmund

Eine Frau sitzt am Bildschirm in der Transportleitung der DB

Deutsche Bahn: Weniger Verspätungen zwischen Köln und Dortmund

Die Bahnen auf der Strecke zwischen Köln und Dortmund sind pünktlicher geworden - sagt die Deutsche Bahn. Verantwortlich dafür soll die Steuerungszentrale in Duisburg sein.

Gute Nachrichten für Bahnfahrer auf der Strecke Köln-Duisburg-Dortmund: Durch die vor zwei Jahren in Betrieb genommene Steuerungszentrale in Duisburg wurden nach Angaben der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr mehr als 50.000 Verspätungsminuten verhindert. Umgerechnet sind das mehr als 34 Tage.

Blick in die Transportleitung der Deutschen Bahn

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (l.,CDU) und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla in der DB-Betriebszentrale Duisburg.

Erreicht wurde das nach Informationen des Unternehmens durch die neue Steuerungs-Struktur, den sogenannten Plankorridor West in Duisburg. "Der Plankorridor Köln-Dortmund ist der mit Abstand höchst ausgelastete Korridor, den wir haben", sagte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla bei einem Besuch der Betriebszentrale in Duisburg. "Nach den Pünktlichkeits- und Qualitätsproblemen in den vergangenen Jahren mussten wir handeln."

Zukunftsplan für die Bahn: "Alle ziehen an einem Strang"

WDR 5 Mittagsecho 30.06.2020 04:47 Min. Verfügbar bis 30.06.2021 WDR 5


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Dafür investiert die Bahn 2020 bundesweit 12,2 Milliarden Euro in ihr Netz. 1,5 Milliarden davon gehen nach NRW.

Pünktlichkeit von 72 auf 80 Prozent gesteigert

In der Steuerungszentrale wird entschieden, welcher Zug wo halten muss und welcher Vorrang hat. Dort sitzen Disponenten aller Eisenbahnverkehrsunternehmen und DB Netz-Mitarbeiter in einem Großraum zusammen, beobachten den Bahnverkehr in Echtzeit und stimmen die nötigen Maßnahmen ab. Von diesen Betriebszentralen gibt es noch drei weitere in Deutschland. Ihr oberstes Ziel ist Pünktlichkeit.

"Pünktlich wie die Eisenbahn" - das heißt nicht unbedingt, dass der Zug auf die Sekunde eintrifft. Die Deutsche Bahn hat in ihrer Definition von Pünktlichkeit im Fernverkehr einen Spielraum von sechs Minuten: Wenn also ein Zug bis fünf Minuten und 59 Sekunden nach der im Fahrplan vorgesehenen Zeit eintrifft, dann gilt er noch als pünktlich. Im Bahnsprech ist dies die "Fünf--Minuten-Pünktlichkeit". Bundesweit betrug sie 2019 zum Beispiel im Fernverkehr 75,9 Prozent.

Im Jahr 2020 hat die Bahn eine weitere, zusätzliche Pünktlichkeits-Regel für den ICE- und IC-Verkehr definiert. Diese Züge gelten nach dieser Definition noch als pünktlich, wenn sie am Endbahnhof nicht mehr als 16 Minuten Verspätung haben. Diese Regel heißt bei der Bahn "15-Minuten-Pünktlichkeit".

Durch die Steuerungszentrale in Duisburg ist laut Bahn die Pünktlichkeit im Fernverkehr auf der Strecke Köln-Dortmund von 72 auf 80 Prozent erhöht worden. Damit lag diese über dem Bundesdurchschnitt von 75,9 Prozent im Jahr 2019.

Wie bewegt sich der Westen? Schnell, sauber und günstig durch NRW Servicezeit 08.07.2020 29:17 Min. UT Verfügbar bis 08.07.2021 WDR

Stand: 09.08.2020, 14:59

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